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Afrika/Kanaren/Mittlerer Osten Reiseberichte / Erfahrungsberichte

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Alt 25.10.2013, 17:58   #1
norbertV
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Dabei seit: 10/2013
Beiträge: 2
Standard Kapverden - Sao Vicente - Salamansa, im April 2013

Hallo,

meine Kitereise im April 2013 führte mich auf die kapverdische Insel Sao Vicente, auf der Ola und Marc am Strand von Salamansa die Surfstation Kitesurf NOW betreiben. Die Insel wird von Individualreisenden aufgesucht und von Kreuzfahrtschiffen angesteuert.

Flüge: Flug mit Tuifly nach Sal, dann mit TACV nach Sao Vicente, vice versa. Für die Reise hatte ich im Reiseforum von Kapverden.de recherchiert und die Inlandsflüge über die angeschlossene Reiseargentur gebucht. Die Argentur hat sowohl ein Büro in Santa Maria, als auch in Mindelo. Dort holte ich mir jeweils telefonisch die Bestätigung für die Inlandflüge, denn die Homepage von TACV war außer Betrieb. TACV hat auch ein Büro in Mindelo. Bei der Einreise am Amilcar Cabral International Airport auf Sal das Visum kaufen. (Wenn vorrätig im Telefonshop im Airport einen Surfstick mit Sim-Karte fürs WLAN kaufen, der enthält die notwendigen Einstellungen. Andernfalls Verbindungsdaten im Kapverdenforum suchen; eine Sim-Karte fürs Cellphone gibt´s auch in Santa Maria), Rückflug mit 3 Tagen Aufenthalt in Sal, da Sportgepäck von TACV nur transportiert wird, wenn im Flieger noch Platz ist. 25 kg kosteten je Flug ca. 70€. Bei mir ging alles glatt und das Kitebag war da. Die Ankunft am abgelegenen Cesaria Evora Airport auf Sao Vicente war nachts und es waren nur wenige, bereits bestellte Taxis vorhanden. Gut, dass ich die Telefonnummer der Pension eingespeichert hatte, die mir ein Taxi schickte.

Unterkunft: 7 Tage in der Pension Casa Colonial (gute Lage in der Stadtmitte, schönes Ambiente, gutes Frühstück, Gäste wechseln wegen Inselhopping häufig), dann 14 Tage in der Privatunterkunft von Manuel Brito (spricht deutsch, sehr freundlich, fährt Gäste vom/zum Flughafen) mit Küchenbenutzung zur Selbstverpflegung. Alles war wie auf den zugeordneten Homepages beschrieben.

Mindelo: Schöne, kleine Stadt mit viel Ambiente und netten Lokalen mit Live-Musik. Mehr als 20 Pensionen und Hotels sind die über die Stadt verstreut. Einen öffentlichen Busverkehr gibt es nicht, es fahren sporadich Aluguers. Stadt und Umland können tagsüber gut zu Fuß gut erkundet werden, es gibt kaum Behinderungen, wie z.B. private Absperungen. Zum Teil ist Armut sichtbar. Englisch wird wenig gesprochen, daher Telefonnummern von Taxifahrern, die Englisch verstehen, abspeichern. Nachts fahren die Locals, wie überall in Afrika, mit einem Taxi mit Taxifahrer, den sie kennen.
In Mindelo wird es surreal, wenn ein Kreuzfahrtschiff angekommen ist. Nachts liegt es schön beleuchtet in der Bucht und am Morgen fallen Hundertschaften von Kreuzfahrern in die Stadt ein. Kurz vor Mittag sind alle wieder weg, denn auf dem Traumschiff gibt´s Mittagessen.

Salamansa: Kleiner Fischerort mit einem schönen Sandstrand und Schweinehaltung an den Berghängen. Einige kleine Läden, die Bewohner sind zurückhaltend und freundlich. Der Ort ist eher ärmlich, hat aber durch den großen Sendemast eine gute Netzanbindung. Für Reisende mit Sprachkenntnissen gibt es im Ort privat Zimmer zu vermieten (mir wurde abgeraten). Taxifahrt von Mindelo nach Salamansa ca. 30 Minuten, Hin- und Rückfahrt zusammen 20€. Wenn genügend Fahrtgäste vorhanden sind fährt ein Aluguer, hierdurch müssen Wartezeiten von 1 bis 2 Stunden je Fahrt einkalkuliert werden. Ola und Marc holen jedoch Gäste morgens mit dem Kleinbus in Mindelo ab und bringen sie abends wieder zurück (6€).

Strand: Der Strand von Salamansa ist breit und liegt vor einem steilen Berg. Die kilometerlange Bucht wird im Westen von kleineren Bergen begrenzt. Im Norden sind in 20 km Entferung die Berge der Insel Santo Antao zu sehen. Der Shorebreak ist an manchen Tagen kraftvoll und hoch, sodass die Wellen weit auslaufen. Der Rücklauf kann an einigen Stellen sehr stark sein. Der Strand wird von der Kitestation überwacht, d.h.die Angestellten rennen sofort los, wenn jemand ins Wasser gezogen wird (mir passiert und ich war für die Hilfe sehr dankbar.) Locals gehen nur ins Wasser, wenn das Meer ruhig ist und schwimmen nicht raus. 200 Meter in Lee befindet sich am Strand ein sichtbarer Abschnitt mit großen Steinen; diesen Strandabschnitt sollte man beim Kiten wegen eines möglichen Feedback meiden. Durch die Kombination von Bergen, Strand und Wasser stellt sich beim Kiten und Wandern ein schönes Landschafterlebnis ein.
In den ersten Tagen war der Spot für mich durch den starken Shorebreak und die unregelmäßigen Wellen anspruchsvoll. Einige Wellenkiter hatten jedoch in den Brandungswellen viel Spaß. Es dauerte einigen Tage, bis ich auf Anhieb rausfahren konnte. Selbstsichere Kiter können in der Bucht vor den westlich gelegenen Bergen weit rausfahren oder an der Küste weit aufkreuzen. Ola und Marc fuhren öfters, auch zusammen mit Gästen, sehr weit raus, um dort Waale zu beobachten. Die Küste im Westen und Osten von Salamansa ist jedoch felsig und die Brandung ist stark.

Wind und Wetter: Der Wind kommt sideshore von Nordost. Meine Windausbeute war gut: an 10 Tagen 16 bis 23 ktn (12 qm), an 5 Tagen 24 bis 30 ktn (8 qm), an 5 Tagen 10-15 ktn, (Marc fuhr dann 15 qm, Ola 12 qm und ich machte eine Wanderung). Während meines Aufenthalts war es überwiegend sonnig und warm. An einem Drittel der Tage war es zeitweise oder durchgehend bewölkt. Die Bergspitze des nahen Monte Verde (750m) war häufig von Wolken umgeben. Zweimal regnete es kurz. Als ich nach Sal zurückkam, war es dort deutlich wärmer als auf Sao Vicente.

Surfstation: Die Surfstation Kitesurf NOW von Ola und Marc bietet das, was ich als Kiter schätze und auf Sao Vicente nur in Salamansa finde: ein Rettungsboot, das hinter dem Shorebreak ankert, eine Pergola, die Schatten bietet, eine Küche, die Getränke und Speisen bringt, einen Container für die Materiallagerung und freundliche Angestellte, die bei Start und Landung helfen. Tagsüber wurde der Strand überwacht und gepflegt, die angespülten Steinen, Plasikteile und Holzstücke wurden eingesammelt. Nachts wurde die Station bewacht, sodass der gelagerte Kitestuff sicher war.
Ola gibt Kiteunterricht und leiht Kite- und Windsurfmaterial aus. Marc hat auch Trails für´s Mountainbike ausgearbeitet. Mountainbikes und ein E-Mountainbike können ausgeliehen werden. Es war so, wie auf der Homepage von Kitesurf NOW beschrieben.

Salamansa und die Surfstation Kitesurf Now sind bei Rundfahrten über die Insel eine beliebte Anlaufstelle, denn das Ensemble von Sonne, Strand, Wasser, Bergen und Wind ist sehr eindrucksvoll und macht den Spot zu etwas Besonderem. Mittendrin kann man kiten oder windgeschützt einen richtigen Espresso oder Caffe Latte trinken. Es kamen immer wieder einzelne Kite- und Windsurfer, die den Spot kannten und schätzen. Mehr als 6 Kites habe ich jedoch nie auf dem Wasser gesehen und an einigen Tagen war ich der einzige kitenden Gast. In den 3 Wochen fühlte ich mich an der Surfstation willkommen, ich hab´s geliebt und habe mich über die guten Kontakte gefreut. Es wäre schade, wenn der Spot in das Visier großer Reiseveranstalter gerät und eine ähnliche Entwicklung wie auf Sal einsetzt.

Fazit: Ein guter Kitespot, aber erzähl´s nicht weiter. Ich hatte auf meiner Reise nach Sao Vicente nur gute Erlebnisse und werde wieder hinfahren, dann jedoch mit Flug von Lissabon.

Norbert
norbertV ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2013, 21:08   #2
ola454
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Standard Sao Vicente - photos

Just to complement Norbert's excellent report.
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