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Alt 21.05.2004, 15:57   #1
joe
Administrator
 
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Beiträge: 4.709
Pfeil

f.one Kite Dream 9 u. 12 qm

Ende März hatte ich in Ägypten die Gelegenheit, den f.one Dream in 9 und 12qm für längere Zeit zu fahren. Hier ein paar Eindrücke.

Windbedingungen waren recht konstante Winde in El Gouna / Ägypten. Von Mittel- bis Starkwind dürfte alles beigewesen sein. Ich wiege 83 kg.

Der Kite macht keinerlei Zicken, alles fühlt sich nach Easy-Kiting an. Der Kite steht stabil am Himmel, ich hatte die gesamte Zeit über kein Stallen erlebt. Wenn der Druck mal verloren geht, dann treibt er locker zurück bis die Leinen wieder Zug haben. Die Depowerwirkung ist sehr gut.

Die Kites gehen erstaunlich früh los. Das liegt auch daran, dass man sehr viel Power aus dem Sinussen herausholen kann. Die Lenkkräfte sind dabei angenehm, die Drehgeschwindigkeit ist sehr gut (schnell). Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass man gut Power am Windfensterrand herausholen konnte - dies auch mit dem 12er. D.h. wenn man mal am Windfensterrand verhungert ist (z.B. misslungene Transition), dann kann man meist schnell wieder durchstarten. Mit kurzen Sinusschlägen und nach kurzem zurückgelegtem Weg (des Kites) hat der Kite wieder genug Power, so dass man weiterfahren kann. Dies macht z.B. auch das Fahren und Rumspielen mit dem 12er auf einem Leichtwindboard bei Mittelwind sehr angenehm.

Meinem Eindruck nach erzeugt der Kite einen sehr gleichmässigen Zug über das gesamte Windfenster. Dies macht sich auch beim Springen positiv bemerkbar. Der Absprung ist leicht zu finden. Der Lift ist fett. Die Hangtime fast noch fetter. Vor allem bei richtig Wind hat man richtig Spass beim Fliegen. Spielereien und vor allem Transitions flogen sich sehr einfach und kontrolliert.

Alles in allem ist der Kite ein super Allrounder. Er bietet ein sehr hohes Leistungspotential. Was auffiel war, dass diese Leistung sehr einfach abrufbar ist. Dies macht den Kite sehr angenehm.

Der 12er und 14er erscheint mir auch gut als Aufsteigerkite geeignet. Mit einem guten Leichtwindboard kommt man verhältnismässig früh ins Fahren. Ist super Easy zu fahren. Und der Kite wächst mit den Ansprüchen des Kiters mit, d.h. auch mit hohem Fahrkönnen ist es ein sehr gut geeigneter Kite.

Ausstattung und Verarbeitung der Kites machten auf mich einen guten Eindruck. Die Anknüpfpunkte könnte man vielleicht noch mit Cook-Proof-Connectors versehen. Und ein Luftablassventil am Tipende einbauen, so dass man den Kite von einer Seite aufrollen kann.

Zur Bar schreibe ich weiter unten getrennt etwas.

So, da in meinen Augen ein Testbericht eigentlich erst durch die negativen Eindrücke an Qualität gewinnt, müssten jetzt diese negativen Eindrücke folgen. Problem: Ich habe nichts Negatives in Erinnerung. Naja, und dass ich als überwiegend Mattenfahrer das Aufbauen/Aufpumpen des Kites nicht soo toll finde und etwas das stressfreie alleine Starten und Landen des Kites vermisse - das sind ja irgendwie keine echten negativen Eindrücke.

Nachtrag:

Ich habe jetzt auch einen Tag mit dem 9er Dream in Heidkate-Bedingungen (kabbelig, böig, Wellen, kalt hinter mir. Der positive Eindruck bleibt. Böen steckte er gut weg. Der Kite geht übrigens früher los, als die Grössenangabe 9 qm einen glauben lässt. Er ist eher mit anderen 12er Tubekites vergleichbar.

---

Zur Bar

Beschreibung der Bar siehe alten Thread

http://www.oase.com/cgi-bin/ubb6/ult...c;f=2;t=007639


Ich bin die Bar ja jetzt längere Zeit geflogen und muss sagen - sie funktioniert sehr gut.

Auf dem Bild 1 sieht man die untere gelbe Kugel, welche über den Splint geschoben ist. Drückt man die Bar nach oben, so schiebt sich die Kugel vom Splint und das System wird ausgelöst. Jetzt ergibt sich eine Standard-Safety über durchlaufende Frontleine und die Depowerleine wird zur Safetyleash.

Die gelbe Kugel sitzt mit einem definierten Widerstand über dem Splint. Man muss die Bar also aktiv nach oben schieben, dass sich die Kugel vom Splint schiebt. Beim normalen Fahren, auch wenn man die Bar mal loslässt oder wenn sie mit leichtem Schlag (durchs Loslassen der Bar, z.B. beim Ausdrehen) gegen die Kugel schlägt, hält die Kugel auf dem Splint. Während seiner Session sollte man von Zeit zu Zeit ein Auge auf die Kugel haben und sie gegebenenfalls wieder mit der Hand runterschieben.

Für jemanden, der aktiv auf dem Stopknoten fahren möchte, ist die Bar nicht geeignet. Solch eine Trimmung erscheint mir bei den Dreams allerdings auch nicht nötig bzw. sogar wenig sinnvoll.

Das Auslösen der Safety ist sehr gut. Beide Hände können an der Bar bleiben. Man muss nicht umgreifen oder etwas suchen. Schneller und intuitiver dürfte es kaum gehen. Für Anfänger und Aufsteiger garantiert ein optimales System. Der fortgeschrittene Kiter muss sich auf das System einlassen und sich darauf einstellen. Auch er kann damit glücklich werden und hat damit ein optimal sicheres System.

Nachteil des Systems: Fehlauslösungen können wohl nicht völlig ausgeschlossen werden. Man weiss leider nicht, wann ein ungewollter starker Schlag der Bar die Kugel doch vom Splint schiebt und damit auslöst. Oder ob sich die Kugel im Laufe der Zeit runterruckelt. D.h. man hat beim Fahren permanent ein Auge auf der Kugel - zumindest bei mir war es so. Mag sein, dass man es im Laufe vieler Tage 100%ig einschätzen kann und sich gedanklich davon lösen kann.

Ich denke es wird einige Fahrer geben, die sich auf das System nicht einlassen wollen/werden. Für diese sollte sich f.one vielleicht eine Alternative mit herkömmlichem Setup ausdenken.

---

f.one Boards Style und Skate

Ich konnte auch verschiedene f.one Boards fahren. Darunter den Skate in 139x37 und 138x35 und die Style in 140x39 und 139x37.

Sie haben mir durch die Bank gut gefallen. Die Skates mit ihrer runderen Bodenkurve bieten sehr gute Kontrolle bei viel Druck im Schirm. Und sie hängen direkt am Fuss. Wie der Name Skate auch vermuten lässt, lassen sie sich sehr agressiv fahren. Sliden, switchen, Haken schlagen ist ein Genuss mit den Teilen. Die Styles mit ihrer flacheren Bodenkurve bieten deutlich bessere Gleitleistungen. Auch ohne viel Druck im Schirm laufen sie gut. Die Kontrolle mit viel Druck im Schirm ist immer noch gut. Die Ausstattung der Boards ist vom Feinsten. Die Schlaufen sind sehr bequem und lassen sich sehr gut verstellen. Das Gewicht der Boards ist ok.

Mehr kann ich eigentlich nicht sagen, dafür müsste man die Boards länger fahren und bewusst im Vergleich zu anderen fahren. Ich denke sowieso, dass man ein Boards selbst austesten muss, ob man damit warm wird oder nicht.

---

Ich habe mir gerade nochmal die letzte kite-boarding.de (02/04) angeschaut. Dort ist der Style 140 (Seite 54), die Bar (Seite 45) und der f.one Dream 14 qm ausführlich getestet. Ich kann meine Eindrücke sehr stark in den Tests wiederfinden. Die Tests sind meiner Meinung nach sehr detailliert und fundiert. Man merkt, dass sich die Tester der kite-boarding.de ausführlich mit den Produkten auseinandergesetzt haben.
joe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2004, 15:58   #2
joe
Administrator
 
Dabei seit: 03/1999
Beiträge: 4.709
Beitrag

Diesen Bericht findet man auch unter www.oase.com/kitesurfen/produkte/

Ausserdem kommt man über diesen Thread zu weiteren Berichten von mir: http://www.oase.com/cgi-bin/ubb6/ult...c&f=2&t=009465

Gruss
Johannes
joe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.05.2004, 08:46   #3
zet
Benutzer
 
Dabei seit: 08/2003
Beiträge: 76
Frage

Der Test in der kite-boarding.de vom Dream hört sich ja auch sehr gut an. Dort sagen sie, dass der WAsserstart sehr einfach gehen soll. Kanst du das bestätigen?
zet ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2004, 14:19   #4
joe
Administrator
 
Dabei seit: 03/1999
Beiträge: 4.709
Beitrag

Nee, zum Wasserstart kann ich nichts sagen. War bei mir zum Glück nicht im Wasser und ich bin zu faul, um einen Kite freiwillig ins Wasser zu setzen

Da müssen dir andere was zu sagen, die den Kite schon geflogen sind.

Gruss
Johannes
joe ist offline   Mit Zitat antworten




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