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Europa (ohne Kanaren) Reiseberichte / Erfahrungsberichte

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Alt 27.02.2014, 10:17   #1
DBW123
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Standard Reisebericht: 3 Wochen Vignji (Kroatien) und Ulcinj (Montenegro) mit dem WoMo bzw. Bulli

Moin,

habe mal wieder krankheitsbedingt die Zeit gefunden, hier einen etwas ausführlicheren Reisebericht über unseren 3 wöchigen Urlaub in Kroatien und Montenegro zu schreiben. Waren zu viert, wobei nur 3 Leute gekitet sind. Zeitraum: 5.7.-31.7.2013

Geändert von DBW123 (16.03.2014 um 12:47 Uhr).
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Alt 27.02.2014, 10:18   #2
DBW123
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Standard Viganji

ANREISE:
Wir sind gesplittet angereist – die beiden Mädels haben vorher schon eine 1 Woche in Kroatien Urlaub gemacht und wir sind nach Rijeka geflogen und haben dort dann den Kiteurlaub eingeläutet. Das erste Ziel war das Örtchen Viganj auf der Halbinsel Peljesac. Wir sind zunächst bis zum Ende der A1 gefahren (kann sein dass die mittlerweile noch weiter ausgebaut ist – Ziel soll irgendwann Dubrovnik sein) und haben dann via Fähre (Fährzeiten beachten) von Ploce übergesetzt und anschließend auf der anderen Seite der Halbinsel Richtung Viganj/ Kuciste/Orebic. Wer noch nicht in der Gegend unterwegs war – hier ist es sehr bergig und man hat mitunter Anstiege die locker 10 KM lang sind und ordentliche Steigungen in sich bergen. Hatte immer etwas Angst um unseren T3 und die Automatik– letztlich hat er aber alles mehr oder weniger anstandslos erledigt.
Bei unsere Ankunft mussten wir erstmal feststellen, dass dort Surf-World-Cup (vielleicht auch Europatour) war und damit ein Teil der Wasser- und Strandfläche für den gemeinen Kiter/Surfer gesperrt war. Waren aber nur die Racer soweit ich das erkennen konnte – könnte aber auch an dem mangelndem Wind gelegen haben . Aber dazu später mehr.

UNTERKUNFT:
Wir waren auf einem Campingplatz – Antony Boy wenn ich mich recht entsinne. Letztlich ist aber an der gesamten Küstenlinie in dem Örtchen ein Campingplatz neben dem anderen. Preislich war es in Ordnung. 4Personen mit Bulli (inkl. Vorzelt) und einem Zelt in einer kleinen Parzelle hat - soweit ich mich entsinne - ca. 60 €/Nacht gekostet. Gab leider aufgrund eines Brandes vor einigen Jahren nicht ganz so viele Möglichkeiten, sich in den Schatten zu stellen. Aber an sich war der Campingplatz inkl. sanitärer Anlagen soweit in Ordnung.

WIND und KLIMA:
Meist kommt der Wind bis 15.00 aus südöstlicher Richtung (max. 8-9 Kn – meist „deutlich“ weniger) und das Klima ist nur schwer auszuhalten – sehr warm und feucht! Ziemlich genau ab 15.00 dreht der Wind sehr zügig um 180 Grad und fängt “ordentlich“ an zu blasen und auch das Klima lässt sich dann sehr gut ertragen. Klima und Uhrzeit des Windwechsel kann ich bestätigen – das dort ordentlich Wind ist leider nicht. Wir hatten in den 6 oder 7 Tagen 1x richtig Wind, sodass man mit dem 12er gut angeblasen war. Die restlichen Tage musste die Leichtwindausrüstung (17er mit großem Brett) für 1-2 Std. herhalten und auch nur mit mäßigem Vergnügen. Vor 15.00 geht im Grunde Nichts – am letzten Tag konnte ich nochmal mit nem 17er Edge und nem Lotus Mittags ein bisschen Hin- und Herfahren und leicht Höheziehen – mehr aber auch nicht! Vom Hörensagen muss auch immer Wind auf Windfinder und Co. angesagt sein, damit der Spot funktioniert. Was mich letztlich etwas stutzig macht – es waren Unmengen an Surfern da (war ja auch Weltcup), und ich dachte immer Surfer stehen auf deutlich mehr Wind als Kiter – bzw. brauchen deutlich mehr Wind?! Also möglich, dass unsere Erfahrung ein krasser Ausrutscher war.

SPOT/Revier
Platzangebot auf dem Wasser war trotz Worldcup an sich in Ordnung – man findet immer irgendwo einen Platz, um in Ruhe zu kiten. Problematisch ist da eher die geografische Beschaffenheit. Das Ufer steigt eigentlich überall direkt an, sodass meist nur die Uferstraße zwischen Wasser und den Mauern/Häusern/Olivenhainen ist. Daher bleibt nur die unten beschriebene Möglichkeit Kites zu starten und zu landen. Hinzukommt, dass das Gro der Küstenlinie in windgeschützen Buchten liegt und damit der Kite automatisch vom Himmel fällt, sobald man in diese Buchten „hineinfährt“. Sprich: Passt man nicht auf und fährt zu weit in eine Bucht, ist Selbstrettung angesagt. Habe etliche Leute (vorwiegend Anfänger) gesehen, die in der Bucht trieben und verzweifelt hofften, dass sie den Kite doch wieder gestartet kriegen bzw. der Kite letztlich nicht an den Steinen des Ufers zerdrückt wurde.
SPOT/Starten und Landen
Aufgrund des Surf-World-Cups und des dadurch zusätzlich beschränkten Platzangebotes, war der Spot eigentlich eine Katastrophe– aber auch wenn kein Surf-World-Cup gewesen wäre, wäre die Situation nicht viel besser gewesen. Wirklich katastrophal war, dass alle ihre Kites auf einer kleinen Landzunge starten und landen mussten. Nicht nur das dort alle Kites auf- und übereinander lagen – viel problematischer war das Starten und Landen an sich. Es gibt dort nur einen Slot von max. 5 Meter Breite auf der Kites gelandet und gestartet werden können – ansonsten hat man nicht genügend Platz für die Leinen. Dabei muss zusätzlich auch die Straße am Ufer mitgenutzt werden, was aber aufgrund des kaum vorhandenen Verkehrs eher unproblematisch ist. Man sollte daher eigentlich davon ausgehen, dass immer nur EINER starten ODER landen kann. Aber es ist wie überall – wenn der Wind anfängt, wollen alle gleichzeitig aufs Wasser. Habe dort etliche brenzlige Situationen gesehen. Mein persönliches Highlight war, als jemand während ich meinen Kite gestartet habe (Kite war schon auf 11.00) hinter mir stehend seinen Kite einfach über meine Leinen gelandet hat. Ansonsten ist es sehr (unangenehm) steinig und man kann schon nach 1 Meter im Wasser nicht mehr stehen.

FAZIT:
Geeignet ist der Spot nur für Leute, die wissen, was sie machen, auch im unteren Windbereich noch Höhe ziehen können oder zumindest halten können und die Selbstrettung ohne Probleme beherrschen. Man weiß nämlich nie so richtig, wann der Wind einbricht und er kann zudem recht zügig einfach einbrechen. Geschult wird übrigens vom Boot aus, anders ginge es auch nicht – mehr kann ich dazu nicht sagen.
Ich werde dort sehr whrs nicht wieder hinfahren - auch wenn die Windausbeute besser gewesen wäre! Denn der Wind beginnt wohl immer erst ab 15.00, das Klima ist bis dahin kaum auszuhalten und die Begebenheiten des Spots sprechen für mich gegen eine Wiederholung. Wir hätten uns auch früher auf den Weg Richtung Ulcinj gemacht, aber ein Mitglied unserer Reisgruppe hatte vorher schon einen Flug von Dubrovnik zurück nach D gebucht. Somit waren wir da ein Stück weit gefangen.

Nachtrag:
Als Alternative würde ich Oputzen dann eher in Betracht ziehen - hatte den Spot vorher nicht gefunden und nur beim Vorbeifahren gesehen und uns kurz angeschaut. Ist wohl ein Thermikspot ...

hier ein Bericht ...
http://deepsoulsurfer.com/2012/08/22...roatian-coast/

hier eine Kiteschule mit Fotos ...
http://neretvakiteboarding.com/weather_links.html

und hier noch Infos zum Spot .. wird also Thermik sein ....
http://www.kitesurfatlas.com/spots/croatia/neretva

Campingplatz gibt es direkt am Spot, soll aber nich so super sein. Ne Freundin hatte sich den kurz angeschaut und fand den aber nicht so schlimm...

Geändert von DBW123 (25.06.2014 um 11:09 Uhr).
DBW123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.02.2014, 10:21   #3
DBW123
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Standard Ulcinj I

Der Weg von Viganj über Dubrovnik nach Ulcinj

Der Weg von der Halbinsel runter bis Ston ist recht beschwerlich – alles asphaltiert aber es geht lange Serpentinen auf und ab. Mit dem T3 (trotz 90 PS) ging es teilweise nur mit 30-40 km/h den Berg hoch. Ab Ston geht es bis Dubrovnik größtenteils dann aber etwas schneller voran. In Dubrovnik haben wir eine Nacht gestanden und uns die Altstadt angeschaut – Camping ist sehr teuer! Anschließend dann Richtung Flughafen und weiter nach Montenegro. An der Grenze zu Montenegro steht man relativ lange – obwohl wir sehr früh da waren. Trotz der 200 KM von Dubrovnik bis Ulcinj sollte man 4 Std. Fahrt einplanen. Man fährt die meiste Zeit direkt am Wasser durch die Ortschaften und ab ca. 60 Km vor Ulcinj fangen die Serpentinen wieder an. Ca. 50 Km hinter der Grenze von Kroatien und Montenegro sollte man die Fähre in Kamenari (beim Ort bin ich mir nicht ganz sicher) nehmen. Das spart ordentlich Zeit kostet fast nichts. Man kann es im Grunde auch nicht verpassen – da wollen fast alle rüber! Man verpasst aber wohl einen sehr schönen „Fjord“, der sich dahinter erstreckt.

UNTERKUNFT (Camping Safari):
Wir waren auf dem Campingplatz Safari Beach und haben 18€ „all in“ (inkl. Internet und Strom) pro Tag für alle 3 (mit Bulli und Vorzelt) bezahlt -> 6€/Tag pro Person! Sie sprechen hier deutsch und englisch und sind sehr freundlich. Es gibt Plätze vorne in der Sonne oder weiter hinten unter Bäumen. W-Lan ist recht gut, aber es gibt nur 2 Router auf dem Platz. Wir hatten Glück und durch Zufall hatten wir am Bulli W-Lan. Eine Ordnung ist aber nicht so richtig zu erkennen – jeder stellt sich so hin, wie und wo es passt. Strom gibt es natürlich auch - wer ein langes Stromkabel hat, ist klar im Vorteil, da die Abdeckung nicht bei 100% liegt. Campingplatz an sich ist eher „oldfashionend“ – in der Mitte des Platzes ist ein kleines Häuschen mit den sanitären Anlagen (schätzungsweise aus Anfang der 90iger) und an der Einfahrt steht ein Container, indem die Anmeldung untergebracht ist. Also recht schlicht - kein Vergleich zu den teils sehr modernen Campingplätzen in Kroatien oder Deutschland. Sauberkeit war i.O. – aber nicht mit „deutschen Standards“ vergleichbar. Hat auf jeden Fall niemanden groß gestört. Sanitäranlagen könnten zwar besser sein - sie putzen aber mehr oder weniger durchgängig.
Alternativen zum Camping Safari (Unterkunft + Kitestrand):
Einen „Strand“ weiter gibt es auch einen Campingplatz und die Möglichkeit dort Kites zu starten und zu landen – mehr weiß ich aber nicht. Ansonsten kann man am Kitestrand auch bei den meisten Stationen wohl wild campen – haben da auf jeden Fall mehrere Zelte und Wohnmobile gesehen. [Kitestrand war nicht wirklich ausgeschildert – einfach beim Copacabana Beach rein fahren und dann geht es bei den Parkplätzen links Richtung Kitestrand.] Problem ist nur, dass man da völlig ungeschützt in der Sonne steht und es im Bulli dann schon sehr früh unerträglich warm werden sollte (Sonnenaufgang 5.00). Strom könnte eventuell etwas schwierig werden, weil die an den Stationen alles über Generatoren laufen lassen. Aber vielleicht sind sie ja auch diesbezüglich verhandlungsbereit. Am Kitestrand will aber wohl das Gro der Kiteschulen 10€/Tag und für jeden weiteren Tag 5€ für Storage/Rescue etc.. Sandbox ist aber wohl die einzige Kiteschule dort, wo man auch noch umsonst kiten kann. Hat mir zumindest ein Kiter erzählt, der die meiste Zeit bei uns vor dem Campingplatz gekitet ist. Habe aber mittlerweile auch von anderen Leuten, die beim Kitestrand waren, ganz unterschiedliche Infos gehört. Vielleicht mag mal jmd anderes hier, was dazu sagen?!?
Ansonsten gibt es auch überall am Straßenrand Leute die Apartments oder mobile homes vermieten. Denke nicht, dass man ein Problem bekommt, wenn man da mal spontan ohne gebuchte Unterkunft hinfährt.

WIND und KLIMA in Ulcinj:
Der Wind beginnt frühestens um 12.00 (sideshore/side-on). Wobei man dann definitiv Leichtwindausrüstung braucht. Der Wind ist dann meist ab 14.00 voll da und man kann mit 12 und 9 je nach Gewicht, Fahrkönnen und Präferenz ohne Probleme kiten. Zur „Hauptzeit“ zwischen ca. 14.30 -16.30 reicht meist ein 9er völlig aus. Mir ist aufgefallen, dass egal wann der Wind anfängt (gelegentlich gegen 11.30 mal erst um 13.30) - mit dem 12er ging es immer erst ab ziemlich genau 14.00. Die letzten 3 Tage wurde es dann sehr schwül und der Wind kam erst gegen 16.00 - blieb dann aber länger. Aber auch Flautentage bzw. Leichtwindtage gibt es in Ulcinj – mit 12 und normalem Brett wäre es für mich (80 KG) definitv an 3 bis 4 (von 12) Tagen nicht aufs Wasser gegangen.
Wind bei uns am Campingplatz „endete“ recht abrupt - meist gegen 17.30 und wurde dann sehr böig und leicht ablandig. Hat dann einfach keinen Spaß mehr gemacht, weil alle Kites übel anfingen zu stallen. Ich denke aber, dass aufgrund der Lage des Kitestrand (ca. 5-8 KM in Lee) länger bessere Windbedingungen bietet. Konnte man auch so beobachten - Kites waren da auch länger am Himmel als bei uns. Zwei Ungarn meinten, dass sie bei schlechter Prognose dann „hinten“ zum Kitestrand gehen, weil die Ausbeute größer ist/sein soll und die Gebühr von 10€ halt zahlen. Grund dürfte zum einen ein Felsvorsprung in einigen Kilometern Entfernung vom Campingplatz in Luv sein, der zumindest den Wind in Ufernähe des Campingplatzes abends recht böig werden lässt. Zum anderen verschiebt sich der Strand in Richtung Lee weiter Richtung Meer. Achja – das Klima war wesentlich angenehmer als in Kroatien. Angeblich ist die Superforecast plus 4-5 Kn bei Windfinder ab ca. 12.00 recht zuverlässig - die einheimischen schwören wohl auf Windguru. Ich bin bei 80 KG alles von 17-6 qm geflogen – allerdings den 6er nur einmal und auch nur weil eine Freundin ihn aufgebaut hatte und ich keinen Bock hatte, den 8er aufzubauen. Wollte mal was kleineres als den 10er fliegen. Die Einheimischen bzw. die die dort häufiger sind, kommen eigentlich bei 80 Kg immer nur mit dem 10er zum Strand!
Fazit: Also für eine Session mit dem 10er reicht es eigentlich immer - manchmal auch zwei. Gefühlt hat man aber zwischen den Sessions nie wirklich Zeit für eine Pause, weil man nie weiß, wie lange der Wind bleibt! Habe mich auf jeden Fall gestresster gefühlt als bspw. in Gökova und eine kurze „Pause“ habe ich höchstens zum Kitewechsel gemacht. Aber vielleicht romantisiere ich Gökova auch nur im Nachhinein.

SPOT:
Revier am Campingplatz ist soweit in Ordnung. Man kann die Kites auf einer großen Sandfläche am Strand starten und landen (der Sand ist allerdings sehr heiß – Flipflops oder ähnliches sind hier Pflicht). Dann geht es zunächst ca. 50-100 Meter stehtief rein und ab dann wird es tief. Überrascht hat mich, dass das Wasser verhältnismäßig wenig Kabbel hatte. Klar gibt es Kabbel, aber nicht so viel, wie ich es erwartet hatte. Wir waren nie mehr als 10 Kiter auf dem Wasser - insofern hatten wir mehr als genug Platz! Wer allerdings auf Flachwasser steht und in Ufernähe kiten will, für den wird es dort schnell sehr eng. Für Anfänger halte ich das Revier am Campingplatz ohne Schulung für gänzlich ungeeignet. Der Wind kommt sideshore und man hat eine ca. 100 Meter breite Ein- und Ausstiegszone. Davor und danach sind die Schwimmzonen für Badegäste. Wer also nicht Höhe gewinnen bzw. halten kann oder noch beim Wasserstart ist, hat ein Problem. An sich sind die Leute da zwar entspannt im Umgang mit Kites/Kitern – manchmal aber auch zu entspannt. Einer Freundin ist der Kite gedropt und aufgrund des schwachen Winds ist sie in die Schwimmerzone (mit Bojen gekennzeichnet) getrieben. Ende vom Lied war, dass jeder Startversuch lautstark mit Anfeuerungsrufen und Klatschen unterstütz wurde und entsprechend erneute Abstürtze mit einem „ooohhhh“ quittiert wurden. Auch wurde versucht, den Kite in die Luft zu werfen. Zudem gehen manche Leute in der Kitezone baden bzw. lassen ihre Kinder da baden. Ein Anfänger der keine Höhe halten konnte, hat aber auch mal von einem Bademeister eine Ansage bekommen, weil er zum x-ten Male in der Schwimmerzone rumtrieb.
Es gab (2013) dort keine Station, insofern muss man wissen, wie man sich selber rettet. Mir ist ca. 1 Km vom Strand der Kite gedropt und dabei das Auslassventil aufgegangen. Durfte dann ca. 1 Std mit dem ganzen Kram zurückschwimmen. Außerdem wurden in den 12 Tagen in denen wir da waren, 3 Leute von Petermännchen (giftigster Fisch Europas – vielleicht auch der einzige) gestochen. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte Schuhe anziehen. Stiche sind extrem schmerzhaft und es dauert auch mal locker 1-2 Tage bis man wieder halbwegs laufen kann. Da hilft dann nur den Fuß direkt und lange in heißes Wasser oder in den heißen Sand stecken (Hitze hilft) und starke Schmerzmittel nehmen. Achja für Fostbeulen reicht ein Shorty/Streamer – die meisten kiten aber ohne Neos.

GEBÜHREN fürs Kiten:
Am Campingplatz ist kiten noch umsonst. Angeblich soll sich das ab nächstem Jahr aber ändern, zudem soll dort eine Kiteschule eröffnen. Aber was da wirklich dran ist und wie lange es dauert bis das umgesetzt wird, kann ich nicht einschätzen. Zu unserer Zeit war es auf jeden Fall umsonst – ein Großteil der Stationen am Kitestrand will aber wohl Kohle sehen (siehe oben).
DBW123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.02.2014, 10:21   #4
DBW123
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Standard Ulcinj II

ALLGEMEINES zu Montenegro und Ulcinj:
Die Leute sind hier alle sehr freundlich. Der deutsche Pauschaltourist dürfte sich hier auch deshlab so wohl fühlen, weil man alle direkt auf deutsch ansprechen kann. Denn mit Englisch kommt man hier nicht weit. Fast alle können aber deutsch oder haben jmd zur Hand der deutsch kann. Lebenshaltungskosten sind vergleichbar mit Deutschland – aber eher nicht mit den Discountern. Manche Sachen sind auch deutlich teurer – z.B. Müsli. “Normale“ Lebensmittel sollte man in den „Megamärkten“ kaufen und Gemüse und Obst haben wir immer am Straßenrand gekauft – ist dort deutlich billiger als bei uns. In Ulcinj gibt es jeden Tag auch einen Markt, der noch günstiger ist/sein soll.
Atmosphärisch ist Ulcinj jetzt nicht total umwerfend. Auf dem Campingplatz waren nur sehr wenig Kiter - hier finden sich eher die typischen „weißen“ Camper. Laut ist der Platz definitiv nicht. Der Strand hat mit seinen ganzen Liegen und Sonnenschirmen in Reih und Glied den Charme von Massentourismus. Die Altstadt von Ulcinj ist ganz nett – aber jetzt auch nicht total umwerfend. Mir wurde erzählt, dass die meisten Touris immer wegen des Sandstrands und des günstigen Alkohols wohl nach Ulcinj kommen bzw. gekommen sind. Da aber die Preise in letzter Zeit stark angezogen haben und in Albanien alles wesentlich billiger ist, befindet sich der Tourismus hier wohl ein bisschen in der Krise. Habe das aber nur von unterschiedlichen Leuten gehört, ohne dass ich dazu eine qualifizierte Aussage machen kann.
Inwiefern es ein angenehmes Abendprogramm gibt, haben wir nicht ausgetestet. Wirkte auf uns (eher Kapuzenpulli und Sneakerfraktion) nicht besonders attraktiv. Es gibt auf dem Weg von der Stadt zum Strand auch eine Art Dauerkirmes mit Autoscooter und Co. Wollten wir eigentlich immer mal machen, aber nach dem Kiten, Essen und den ersten kalten Getränken kam keine richtig Motivation mehr auf, sich auf den Weg zu machen (Campingplatz liegt ca. 5 KM von der Altstadt entfernt). Tippe mal, dass alles recht schick und schnieke in den Clubs ist. Angeblich sind am Kitestrand immer Partys – habe ich aber erst hinterher von einem Freund erfahren, der eine Woche da gezeltet hat und total begeistert war.
Der WEG (zurück):
Haben mit ein paar kurzen Werkstattaufenthalten und Konsultation des kroatischen ADAC 3 Tage für den Trip zurück nach Norddeutschland gebraucht – mit einem schnelleren Gefährt (wir waren mit T3 inkl. Hochdach unterwegs) geht das whrs auch schneller. Habe mich in Ulcinj noch mit einem Albaner (glaube ich) aus Hannover unterhalten, der seit Jahren mit seiner Familie nach Ulcinj kommt. Der fährt immer über Ungarn/Kosovo oder Albanien – irgendwo da ist eine neue Autobahn und Sprit und Maut sind billiger und man hat nicht die Serpentinen. Habe ich aber leider nicht mehr richtig auf dem Schirm.
Als Tipp: Solltet ihr euch auch mit dem Bulli/Womo über Kroatien auf den Weg machen, würde ich in Opuzen (Kroatien) vorbeischauen. Spot sieht sehr gut aus und Wind ist wohl auch thermisch und beginnt am frühen Nachmittag. Wie zuverlässig der Wind ist, kann ich aber nicht sagen. Gibt dort auf jeden Fall mehrere Kitestationen und einen Campingplatz direkt am Spot. Wir haben uns das einmal kurz angeschaut (fürs Kiten war leider keine Zeit). Wenn man da morgens früh losfährt und halbwegs gut über die Grenze kommt, schafft man es in 6-7 Std bis Ulcinj und kann dann Nachmittags dort wieder aufs Wasser. Ist auf jeden Fall die bessere Alternative zu Viganj.


FAZIT:
Die Frage aller Fragen – würde ich wieder hinfahren?! Jain – also das geheiligte „Windland“ ist auch Ulcinj nicht. Und die Vorstellung 6 Tage im T3 aus Norddeutschland für An- und Abreise zu verbraten, erscheint mir auch nicht besonders verlockend. Insofern schicke ich die Lehrer vielleicht einfach wieder vor und fliege hinterher 8-). Würde es aber auch überleben, wenn ich da nicht wieder hinkomme.
Anders sieht es aus, wenn ich beispielsweise in München oder Österreich wohnen würde und eventuell noch ein Auto inkl. Tankkarte meines Arbeitgebers hätte. Dann würde ich da whrs öfter für ein verlängertes WE runterfahren. Aber auch ohne Tankkarte dürfte man mit einem Combi recht flott und günstig mit ein paar Leuten runterkommen – vor allem wenn die Autobahn irgendwann komplett bis Dubrovnik geht. Im Grunde reichen 2 Kites und ein Brett pro Person – bei 80-90 KG würde ich 15/14 und 10 mitnehmen (12/9 geht aber auch ohne Probleme).
DBW123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2017, 17:02   #5
jensenHH
Goldster
 
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Beiträge: 357
Standard

Danke toller Bericht! Wir werden die Route Nachfahren.
jensenHH ist offline   Mit Zitat antworten




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