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Asien/Australien/Neuseeland und Pazifische Inseln Reiseberichte / Erfahrungsberichte

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Alt 09.05.2014, 07:55   #1
Fuechsle
Benutzer
 
Dabei seit: 05/2014
Beiträge: 5
Standard Kitesurfen in Sri Lanka

Hallo,

ich war letztes Jahr im Sommer (Juni/Juli) 7 Wochen in Sri Lanka zum kitesurfen.
Hatte mich vorher im Internet über die verschiedenen Camps informiert und bin letztlich beim Kitekuda Kitecamp gelandet.
Im Internet unter http://www.srilankakiteschool.com zum finden. Die Unterkunft ist einfach, der Besitzer und die Mitarbeiter sehr nett und flexibel und die Spots sind echt super zum lernen. Mir hat besonders die familiäre Atmosphäre gefallen. Abends sitzt man gemütlich beim Bier zusammen - ist also keine Partylocation. Gibt auch sonst kaum Möglichkeiten Abends weg zu gehen. Ab und zu gibts ne Vollmondparty oder einfach ein Lagerfeuer am Strand.

Mir hats wirklich suuuper gut gefallen und ich kann jedem mit etwas Zeit im Sommer nur empfehlen nach Sri Lanka zum kiten zu fliegen - also wenn ihr nicht in Europa bleiben wollt ist es eine echte Alternative. ich war 2010 schon mal und hab die Insel bissi erkundet - lohnt sich wirklich auch kiten mit ner Rundreise zu verbinden. Ich versuch hier mal ein paar Eindrücke zu schildern.

Unterkunft
Wie der Name schon sagt handelt es sich um ein Camp - also keine Luxusanlage. Es gibt 3 Kategorien: Standard, Superior, Deluxe
Ich hab in allen 3 Zimmer geschlafen Bin bissi gewandert. Alle Zimmer haben ein eigenes Bad. Wers gerne luftig hat für den ist Standard super, wers gerne bissi weniger zugig mag dem gefällt Superior (2 Turmzimmer mit Bad unten und Fenster zum auf und zumachen) und wer Nachts gerne wenig Wind hat und es ganz dunkel zum schlafen mag, dem wird Deluxe gefallen. Zimmer kosten zwischen 30 und 50 Euro pP inkl. Vollpension, Transport zur Lagune, Storage.
Im Moment werden in 100m Entfernung noch 4 Luxury Zimmer mit Pool gebaut. Das ist dann was für die, die AC und etwas mehr Luxus mögen.

Essen
Essen gibt es 3 mal am Tag im Camp. Frühstück (Früchte, Eier, Brot, Süsse Teilchen, Kaffee, Tee), Mittagessen/Abendessen (traditionelles an den westlichen Gaumen angepasst und auch immer wieder Pasta/Kartoffeln) werden als Buffett im Gemeinschaftsbereich serviert. Zusätzlich gab es den ganzen Tag Wasser/Kokosnuss/Bananen. Soft drinks und Alkohol muss man vorbestellen und kann es sich dann aus dem offenen Kühlschrank nehmen.

Kitematerial
Die Schule führt North Kites und hat scheinbar immer Material der aktuellen Saison für die Schule und zum Verkauf da. Gebrauchtes von der Vorsaison kann man auch kaufen. Ich hatte meine eigenen Sachen dabei, hab also weder geliehen noch gekauft.

Storage
Hinter den 2 Superiorzimmern ist ein Raum in dem sowohl das Material der Schule als auch der Gäste gelagert wird. Es sind keine einzelnen Boxen wie ihr das vielleicht von grösseren Kiteschulen in Ägypten kennt. Alles ziemlich übersichtlich da es ja max. 18 Gäste sind.
Genug Platz für alle ist da. Zum waschen gibt es ein Tauchbecken für Boards, Trapez und Bar das jeden Tag mit frischem Wasser gefüllt wird. Für die Kites gibt es eine Wiese und einen Gartenschlauch zum waschen. Hier kann man die Kites dann auch trocknen lassen - ist nach hinten versetzt und daher windgeschützter.

Spots
Vom Camp sind es zu Fuss 10 min zur südlich gelegenen Lagune. Links Lagune, dann 100m Strand und rechts das Meer (wenn man von Norden her hinkommt). Lagune ist flach und man konnte an den meisten Stellen stehen. War aber tief genug um zu springen und neues auszuprobieren. Hab da echt viel neues gelernt.
Meer hat nen bissi nervigen Shorebreak aber dann sind es kleine bis mittlere Wellen und das coolste - man das das Meer für sich. Letztes Jahr war fast nie jemand im Meer. Man kann von hier nen Downwinder zum Camp machen und dann über die Düne direkt vor dem Gemeinschaftsraum "parken"

Kitesafaris
Letztes Jahr wurden 2 mal die Woche Tagessafaris angeboten. Einstieg ist 15 min vom Camp auf der grossen Lagune. Sind ca. 8km downwinder in leichtem Kabbelwasser bis man eine kleine Insel erreicht bei der man dann nach dem BBQ auf dem flachen Wasser den Nachmittag verbringen kann.
Der Lehrer der dabei war hat uns dann Nachmittags noch bissi was gezeigt und später ginge dann mit dem Boot wieder zurück zum Anfangspunkt.
Boot war die ganze Zeit dabei, also man konnte auch ins Boot wenn es einem zu anstrengend wurde.

Mitarbeiter
Der Chef is aus Australien und schon über 10 Jahr in Sri Lanka. Ist meist am Wochenende da. Die restlichen Tage sind die Jungs und Mädels vom Camp vor Ort die sich um die Zimmer, das Essen und den Transport kümmern. Dann gibts noch einen lokalen Mitarbeiter für die Schule der sich um das Material kümmert und an der Lagune beim Starten/Landen und aufbauen hilft. Ausserdem ist er ein angstfreier Kitelooper... Die Schule hat 2 bis 3 westliche Lehrer bei denen man Unterricht nehmen kann. Ich hatte letztes Jahr ein private Stunden genommen und war happy mit dem Ergebnis.

Wind
Das ist das schönste Der Wind bläst 24 Stunden durch. Wir hatten nur im Juli 2 Tage wo wir nicht kiten waren. Aber ehrlich gesagt waren wir verwöhnt...irgendwie magst halt nimmer mit dem 12er Kite raus wenn du sonst immer den 6er/8er oder max 10er aufbaust.
Auf der Website sind 15 bis 30 knoten angegeben. Wir hatten glaub fast immer über 20 knoten.

Temperatur
Weiss ehrlich gesagt nicht was die Temp genau war. Ich hab mein langes Shirt nur mal wegen Sonne angehabt. War immer super angenehm warm (Wasser und Luft). Sonne ist ziemlich stark. Ich kann jedem nur empfehlen genug Sonnencreme mitzunehmen.

Transport:
Das Camp organisiert den Fahrer vom und zum Airport. Ich kann nur empfehlen das Angebot anzunehmen. Kann mit nem Taxi sicher ein paar euro billiger sein, aber auch teurer werden wenn der Fahrer nicht weiss wo er hin soll und dann ewig rum sucht. Die Fahrer vom Camp wissen genau wo sie hinmüssen. Kostet pro Weg 50 Euro, egal für wieviel Leute.

Sicherheit/Internet:
Es gibt pro Zimmer eine Security Box mit Schlüssel. Der Raum wird dann noch mal extra abgeschlossen. Das Camp ist recht abgeschieden und es gibt wohl eine gute Zusammenarbeit mit dem Dorf (Mitarbeiter sind z.B. von dort), bislang gab es keine Probleme es wird aber jedem Gast empfohlen Wertgegenstände in den Security boxen aufzubewahren, da die Zimmer recht offen sind.
Es gibt WLAN im Gemeinschaftsgereicht. Ist nicht suuuuuper schnell und man muss auch mal nen Stromausfall hinnehmen, aber ich fands ausreichend. Wer rund um die Uhr online sein will kann sich am Flughafen für wenig Geld z.B. bei Dialog ne SIM Karte mit 3G holen. Hab ich gemacht und war super. Netzabdeckeung ist wohl bei Dialog am besten und es war echt nicht teuer.

Sri Lanka generell:
Sri Lanka ist in jedem Fall ein Entwicklungsland. Will heissen, dass die Infrastruktur noch nicht super ausgebaut ist und man eben auch mal damit rechnen muss ein paar Stunden keinen Strom zu haben. Es gibt neu nen Highway vom Flughafen nach Colombo und von Colombo nach Galle im Süden. Ansonsten sind die Strassen noch recht einfach zu weiten Teilen. Wenn man über die Insel reist muss man daher einfach mehr Zeit einplanen. Es gibt ein paar Zugverbindungen v.a. in die Landesmittel zu den Teeplantagen und in den Süden, ansonsten läuft alles per Bus oder privaten Anbietern. Wer noch Wellenreiten will kann sich im Sommer an der Ostküste austoben. Im Süden ist im Sommer Regenzeit, d.h. es regnet immer wieder tagsüber und die Luftfeuchtigkeit ist daher recht hoch.
Nach Ende des Bürgerkrieges in 2009 ist die Sicherheitslage in Sri Lanka kein Problem mehr. Der Norden ist zum reisen offen und auch der Nationalpark in der Nähe vom Camp ist wieder für Gäste zugänglich.
Mir hat besonders die Offenheit und Freundlichkeit der Srilankesen gefallen. Ausserdem mag ich das religiöse Mischmasch und das Essen super gern.

Ich werd im Sommer wieder hinfahren, meldet euch also wenn ihr Fragen habt. Vielleicht trifft man sich ja auch!
LG
Fuechsle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2014, 00:15   #2
flyhigh7
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Dabei seit: 07/2012
Beiträge: 23
Standard

Danke für den Bericht Hab dir mal eine pn geschrieben
flyhigh7 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2014, 17:02   #3
Ruuk Village
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Dabei seit: 08/2013
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Beiträge: 46
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Seher gut geschriebenes Bericht. Hats off

Was vlcht noch zu wissen gut ist:
Kalpitiya ist ein 44Km langem Landzunge, heisst man kann fast überall Kiten. Also angefangen auf der höhe von ca. 10Km post richtung Kalpitiya kann man entweder in der Puthlam Lagune oder Inidsche Ozean kiten.

- Dann ca. auf der Mitte da wo "Fuchsele" war gibt es den Kuda Lagune , Kuda beduetet "klein" auf Sinhala .
- Dann gibt es weiter norden, ca. 15km nördlich vom Kuda Lagune die "Kalpitiya Lagune" der dann viel grösser ist und auch wenn man will bis nach "Dream spot" oder auch bis nach "wella Insel" ein Down winder machen kann.

Vom ind her ist Kuda lagune ist am bestens zum lernen, aber es kann relative schnell voll werden, da es klein ist.

An der Kalpitiya Lagune ( nordlich vom Kuda Lagune) hat man mehr platz aber den Wind kann ein wenig Böig werden ( aber wenn man kein Böige wind handlen kann, dann ist man doch kein Kiter ) ).

Wasser qualität kann in der kleine Lagune relative schnell kippen, über die Trocken monate hinweg kann dies relative schnell passieren.

Egal wo man hin geht, schaut euch alle angebote an, und mach ein vergelich. Mittlerweile ist Kalpitiya kein "Geheim Tipp" mehr und somit gibt es sehr viele gute Angebote über all auf der Strecke. Und wenn man etwas nähe von Kalpitiya dorf centrum sein mag, weil man vlcht ab und zu etwas selber kaufen möchtet, dann solltet man mehr nach norden der halb insel gehen.

Und egal wo ihr hin geht, da Kalpitiya immer noch in der Entwicklung ist, bitte respektiere die lokale Kulturen. Bsp: Mädels sollte knappe Kleidungen vermeiden, wenn man ausserhalb des untekunft bewegt ( bsp, keine Bikinis) ode ganz knappe "hot pants"

Und egal wo man hin geht, bitte probiere ein "Coconut Sambol" am bestens mit "Coconut rotties und ein wenig Butter....kann ich nur empfehlen.

Hier ist ein Klein video drüber: https://vimeo.com/89198944

Hang loose und viel spass...
Ruuk Village ist offline   Mit Zitat antworten
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