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Bauen - Reparieren - Basteln Boardbau, Modifikationen am Material, ...

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Alt 11.10.2018, 16:59   #1
JohnnyB
Benutzer
 
Dabei seit: 05/2018
Beiträge: 5
Standard Epoxy versickert im Styropor beim Laminieren - Tipps?

Hallo!

Ich baue gerade mein erstes SUP.
Dafür habe ich Baumarkt-Styroporplatten zurechtgeformt, die ich nun (mit fetter 300er Glasfaser) laminiere.
Allerdings musste ich feststellen, dass ich damit nicht besonders erfolgreich war, denn viel Harz versickert im Styropor. Dies ist auch der Fall wenn ich ihn nachträglich nochmal aufbringe.
Jetzt frage ich mich wie ich das Projekt noch retten kann. Vielleicht irgendein Klarlack der das Ganze abdichtet, und dann die nächste Schicht?

Vielleicht hat ja jemand eine schlaue Idee, ich würde mich auf jeden Fall über Tipps und Tricks freuen

Viele Grüße,
Jonathan
JohnnyB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2018, 19:15   #2
Urm
freerider
 
Dabei seit: 09/2007
Ort: Bremen
Beiträge: 281
Standard

Kannst du mal ein Bild machen?
Spätestens beim zweiten Mal sollte das eigentlich nicht passieren.

Unabhängig davon: Baumarkt Styropor ist nicht sonderlich gut geeignet, da der doch meistens sehr weich ist.
Urm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2018, 19:57   #3
Bastelwikinger
Benutzer
 
Dabei seit: 10/2012
Beiträge: 1.801
Standard

Ich weiss nicht ob sich eine Rettung noch lohnt. Falsche Materialwahl!

Du benutzt viel zu weiches Styropor (15-28 kg/m2 ???). Das wird auch noch weichgetreten, wenn du es benutzt, bei 300g `Glasfaser`.

Benutzt du Epoxy oder gar Polyester?
Nimmst du Matte oder geordnetes Gewebe?


Normaler Klarlack lösst das Styropor auf.
Man kann mit einer Spachtelmasse auf Basis von Epoxy mit Mikroballons oder ersatzweise Schleifstaub abspachteln. Der Untauglichkeit des Schaum hilft das aber nicht ab.

Hast du das kleinste Leck, z.B. an der Abschleppöse, am Finnenkasten, an auch nur leicht an der Kante angeschlagen, wird sich dein Brett aus leichtem Styropor in kürzester Zeit mit 2-6 kg Wasser vollsaugen.


Bitte halte dich an vernünftige Bauanleitungen:
z.B. Epoxy, mehrere Lagen 160g Glasgewebe (je nach Belastung und Anspruch ganz gezielter Lagenaufbau), Styrodur oder Styrofoam oder Austrotherm als Schaummaterial (etwas schwerer aber idiotensicher, weil keine Wasser- oder Harzaufnahme).

Beim 2-3 Mal wird auch was brauchbares mit halbwegs akzeptabeler Optik rauskommen, wenn du begabt bist UND dich VOR dem Loslegen informierst

Auf (Doppel) Sandwichbauweise gehte ich mal nicht ein.

Geändert von Bastelwikinger (12.10.2018 um 08:31 Uhr).
Bastelwikinger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2018, 20:04   #4
kitesven
gitano
 
Dabei seit: 12/2001
Ort: meist im womo :)
Beiträge: 12.526
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Standard

auf dauer brauchste dann aber nen gabelstapler, um das board ans wasser zu bekommen, wo es nur "kurz" aufschwimmt

tja schade!
kitesven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2018, 20:13   #5
wolfiösi
kellerkind
 
Dabei seit: 12/2006
Ort: upper austria
Beiträge: 2.410
Standard ...

man kann das styropor fillern dh mit einer dicken spachtelmasse
vor dem laminieren abdichten, dafür gibt es verschiedene möglichkeiten,
am brutalsten ist gips basierte spachtelmasse,
wichtig ist in dem fall daß man vor dem laminieren (muß klarerweise 200 %
durchgetrocknet sein) wieder vorsichtig freischleift, daß das harz wieder
auf styropor klebt.
mit eingedicktem epoxy (microballons) spachteln geht recht gut.
es gibt sowohl in diesem forum einige infos zum "blank sealing" bzw.
spachteln, genaues suchwort fällt mir jetzt nicht ein,
irgend einen spezial masse aus dem künstlerbedarf gibt es da noch, die sehr gut sein soll.
in englischsprachigen foren (sealing the blank) wie zb. swaylocks.com

wenn du ein sup baust und es soll halbwegs leicht sein dann wirst du
um 15 bis 20 g styropor nicht rum kommen.
für kiteboards ist klar 30er styropor oder am besten XPS (meist +/- 33 g)
gewicht immer kg / m3 bzw g / l ....
wobei ganz klar zu sagen ist: ein board aus styropor ohne sandwich
100 % dicht zu bekommen ist gar nicht leicht.
die allermeisten (vor allem erst-) selbstbauten aus styropor sind
nicht dicht und saugen in kürzester zeit wasser.
das ist wie eine pumpe...board ist in der sonne warm, kommt ins wasser, luft innen zieht sich zusammen,
unterdruck entsteht, durch das kleinste loch wird wasser eingesaugt und das kriegst du nie wieder ganz raus.

lg wolfgang

ps "austrotherm" = rosa XPS bester qualität, knallhart, gut zu verarbeiten, relativ schwer...aber genial
XPS gibts in vielen qualitäten, von bescheiden und fast gummiartig bis super siehe austrotherm.
XPS kann gelb, grau, organge, grün, blau oder rosa sein, sogar weis findet man.
weiße quelle kenne ich aktuell keine .. wobei eventuell .. weis nicht

diese firma ist genial
http://www.heimundco.at/produkte/eps...itt-zuschnitte
der klassiker unter den XPS en kommt von DOW chemicals ist blassblau und in verschiedenen unterarten zu haben die zb stryofoam oder roofmate heissen, ich finde styrofoam IB am besten, austrotherm XPS am allerbesten...
wolfiösi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2018, 22:34   #6
Dirk8037
Fischkopp in Züri
 
Dabei seit: 05/2006
Beiträge: 816
Standard Microbaloons

vermengt mit Tixotripiermittel. So habe ich es in den 90ern gelernt.
Es gab meine ich in einem Leitfaden von Bacuplast ein Mischungsverhältnis.

Thixo nimmt man damit das Harz nicht zwischen den Kügelchen verläuft und diese beim Verspachteln sich quasi ausgetrocknet absetzen.
Also erst Tixo rein, dass es angedickt ist aber noch fliesst, dann Microbaloons bis es Zahnpaste ähnlich ist.

Nicht zu dick, Menge kannst Du nach bedarf nachmachen, Zeit ist hier kein Problem.

Das Sealing, dass Wolfgang angesprochen hat wird häufig auch in dem Kontext verwendet um für ein Airbrush oder Tintfärbung des Laminats eine saubere und homogene Oberfläche herzustellen.

Dafür wird auch bei Swaylocks (US Shaper Forum) besagte Gipshaltige Filler empfohlen, die dann nach austrocknen geschliffen werden.
Bei 15kg EPS wäre das in der Tat nett, da das Zeugs sehr schnell mal verschliffen wird.
Meinung bei Swaylocks ist aber, das das die Festigkeit ibs der Verbund Harz Schaum darunter leidet da die Verbindungsschicht sehr spröde ist.
Wenn Du auf diese Ästhetik keinen Wert legst, ist es einfacher nachher zu spachteln und zu schleifen.

Ein Laminator aus dem Regatta Bereich hat mir empfohlen es mit dem Harzgemisch von oben auftragen, Geweben drauf und laminieren.

Es gibt ein Laminier Set für Surfboards aus den USA, die empfehlen es anglieren zu lassen, so da es bei Fingerberührung nur noch klebrig ist aber nix am Finger bleibt. Nicht warten bis es hart wird, weil so Unebenheiten auf verhärten.

300er Gewebe Laminieren zuwollen finde ich sehr schwierig. Vorallem mit Squeegee. Mit Rolle geht vielleicht, aber dann kommen leicht Blasen rein. Braucht Übung, sonst wird das auch so super schwer.

Google mal nach Nass in Nass laminieren.
180er auflegen oder bessern noch auf einer Plastikplane nassmachen. >
Dann mit Hilfe einer 2ten Person auf das Board und eine 2te Lage 180er drauf. Diese saugt dann das überschüssige Harz raus, jetzt noch mal mit einem breiten Pinsel einem Roller oder Plastikspachtel Harz zugeben, wo es das braucht.

Mir hat hier auch mal in Ganz frühen Zeiten jemand empfohlen Schwarzlicht zu nehmen, um schlecht durchtränkte Stellen zu finden. Hab ich aber nie probiert.

Ach ja, wirf es weg und machs noch mal. Bzw nutze die andere Seite vorher für Tests. Nach meinen Erfahrungen lohnt es sich nicht an solchen Sachen noch rum zu doktern .

Viel Spass noch
Dirk8037 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2018, 22:51   #7
handy
Benutzer
 
Dabei seit: 08/2006
Beiträge: 795
Standard

nimm einfach wie wolfiösi schon geschrieben hat:
Epoxyharz und Microballons zu abspachteln, Volumenverhältniss Microballons -fertige Harz/Härter Mischung ca 1 : 1 ,bis das ganze eine Mayonaisekonsistenz hat.
Wenn trocken kurz mit 80er anschleifen und los geht's mit laminieren.

Geändert von handy (11.10.2018 um 23:10 Uhr).
handy ist offline   Mit Zitat antworten




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