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Bauen - Reparieren - Basteln Boardbau, Modifikationen am Material, ...

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Alt 27.03.2017, 21:26   #1
Don Maso
Ursurper
 
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Standard Standard Kite Design - Teil 3 - Umsetzung Project Modern C-Kite

Nach mehreren Monaten der Planung des C-Kites, und viele mit grosser Wahrscheinlichkeit leicht nervige Fragen an Pan Tau und seiner unendlichen Geduld bei Erklärungen, die meine Wissenskurve steil erweitert haben, sind wir nach dem Jahreswechsel bei einem für alle Beteiligten schnittigen () Plan gelandet:

Die Parameter sind:

Sail area: 11.56sqm
Aspect ratio: 5.20
Wingspan (flat): 7.75m
Number of segments: 12
Hight: 2.68m
Hight/span: 0.67
Leading edge length: 9.75m
Trailing edge length: 7.47m
Wingspan (proj.): 3.97m
Sail area (proj.): 6.63sqm
Aspect ratio (proj.): 2.38
Origin: -0.09m
Neutralpoint: 0.28m
Center of gravity: 0.40m
Towpoint: x: 1.79m, y: 0.02m, z: -2.95m
Distances:
Nose -> Neutralpoint: 0.37m
Nose -> Center of gravity: 0.49m
Towpoint -> Neutralpoint: 256.6mm
Center of gravity: 28.48%
Neutralpoint: 21.31%
Stability: -7.17%
Flying line length: 20.00m
Distance towpoint -> bar: 19.92m
Volume leading edge: 164l
Volume struts: 33l
Kite volume: 196l
LE bladder length: 10.06m
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Alt 27.03.2017, 22:19   #2
Don Maso
Ursurper
 
Dabei seit: 10/2012
Beiträge: 144
Standard Standard Kite Design - Teil 3 - Umsetzung / Teaser

Bevor ich mich ans Nähen des 11.6ers gemacht habe, bin ich noch dem sehr wohlwollenden Rat von Pan Tau gefolgt und habe mit dem Testmaterial an unterschiedlichsten Ripstops, das ich von diversen Händlern in Europa bestellt habe, den Teaser von Pan Tau genäht ... kann ich jedermann nur schwer empfehlen. Auch wenn du seine Anleitung auf www.wingworks.de hundert Mal liest, selbst nähen ist dann doch, insb. für Nähanfänger, eine etwas kompliziertere Sache. V.a. kannst du auch sehen, was deine Nähmaschinen können und was sie nicht können ... und da gibts dann nicht selten einen "AHAAAA-EFFEKT" .. Bei meinem Strutanschluss gabs ein Gemetzel der besonderen Art, die habe ich mehrmals geübt ... und mich dann für eine andere Variante entschlossen, die ich bei meinen Kite abgeguckt und mit Pan Tau adaptiert habe ... gibt eben von Zeit zu Zeit unterschiedliche Möglichkeiten und man muss eine Lösung finden, die man mit vorhandenen Fähigkeiten und vorhandenen Maschinen nähen kann ..

Und das bedeutet nicht, dass das dann die leichtere Variante im Vergleich zur Anleitung von Pan Tau war. Aber, wie geschrieben, man kann unterschledliche Sachen auf eigenes Risiko ausprobieren und deshalb gibt es ja, den Göttern sei Dank, den Teaser von Pan Tau!

Quellen für billiges Polyester Ripstop NUR zum Üben, wären zB. www.ohsewcrafty.co.uk, kostet ca. EUR 3 pro Laufmeter, ist aber total "dehnbar" und das macht den Teaser etwas komplizierter, und zwar beim Schneiden und Drapieren. Es ist ein ganz anderes Tier als das double ripstop von www.extremtextil.de. ABEr, nochmal, für Sparfüchse reicht es für den Zweck des Teasers vollkommen! Dacron gibt es z.B. bei www.extrtemtextil.de oder www.bonoborepair.de!

Ich würde auch empfehlen, dass man beim Teaser einen Reissverschluss einnäht/übt und diverse "Abrasion Patches" annäht, am Segel und an der Tube. Das kann alternativ eine Überraschung beim ersten Kite ergeben.

Serafil Garn, man braucht drei verschiedene) gibt es z.B. bei https://www.neocreo.com/index.php?st...hparam=Serafil

80er / 60er / 30er (oder 40er). Vom 80er und 60er ev. 2 Rollen in gleicher Farbe, dann kannst du gleichzeitig nähen und spulen. Ich denke, dass ich mehr Garn vom 60er als vom 80er verbraucht habe ... Mit einer grossen Spule pro Garn (also drei insgesamt) kommst du jedenfalls durch!

Je grösser der Kontrast zwischen Serafil und Ripstop bzw Dacron, desto besser kann man seine "Fehler" sehen. Würde ich anfangs sehr empfehlen!! Wenn man jede Garnstärke mit unterschiedlicher Farbe kauft, kann man später auf einen Blick sehen, welche Stärke wo dran ist und was ev. reisst bzw. nicht so gut ausgeführt ist. Wenn du Fragen zur Maschine / Nähtprobleme hast, empfiehlt es sich auf http://www.hobbyschneiderin24.net zu suchen bzw eine Frage einzustellen!

Unabhängig vom Maschinenpark, der etwas kompliziertere Teil ist sicher der Strutanschluss, gefolgt von Verschlussnaht (dick) und Tubesegmenten (Genauigkeit). Das Segel selbst ist nicht sehr kompliziert, man braucht halt die richtige Fadenspannung einen guten Transport/Nähfuss an der Maschine bei angemessener Nähgeschwindigkeit.

Da meine Maschinen (Bernina 217 & Adler 167) keinen dreifach ZZ (ISO 315) können, habe ich alle Nähte mit zwei einfachen ZZ Nähten ausgeführt .. doppelte Näharbeit, gute Übung ... Doppelt deshalb, weil eine 5mm breite ZZ Naht fast nicht möglich ist, das Material zieht sich zwischen den Nähten zusammen oder die Fadenspannung ist extrem locker ... daher Stichbreite 2mm, Stichlänge 2.25mm ... da kommt man mit den SPI auch ungefähr auf eine dreifach ZZ Naht.

Als Tisch habe ich eine Glasplatte von einem alten Tisch verwendet, satiniert, , und zwei Ikea Lampen darunter. Lässt einem alles sehen beim Anzeichnen. Man kann auch direkt am Plan schneiden und es ist sehr genau; abhängig vom Material und von der "Fixierung / Spannung" des Materials am Plan.

Ein paar Bilder von meinem Teaser, der ob der Farben, den Namen Pizza erhalten hat ... (vor und nach Genuss der Pizza ..):
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Alt 27.03.2017, 23:01   #3
Don Maso
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Standard Standard Kite Design - Teil 3 - Umsetzung / Material Pläne Schneiden

BEVOR der Teaser fertig war, gings ans Material bestellen und an Pläne ausdrucken.

Double Ripstop, Dacron mit Markerfäden (wichtig beim ersten Mal), Gurtbänder von extremtexil, Kleinzeuch und Zubehör von von www.extremtextil.de und https://www.profabrics.co.uk, Serfafil Nähgarn hatte ich schon (siehe oben), für die Abrasion Patches habe ich mir Cordura Ripstop von www.aktivstoffe.de ausgesucht ... schau mer mal .. . Bladder(s) und Zubehör habe ich bei https://www.bonoborepair.de bezogen, kann ich sehr empfehlen!

Da ich keinen Plan zusammenkleben wollte (Fehlerquelle, Zeit), habe ich mir die Pläne so zusammengestellt, dass sie mir eine "Druckerei/Copyshop" auf einer Rolle audrucken konnte. Insgesamt waren es vier Stück Pläne pro Kite mit einer Länge von ca. 1.5 bis 2.5 Meter. Nachdem die Pläne augedruckt waren, gings ans Nachmessen. Da gab es den ersten "uiiii-Effekt". Der Plan hat nicht den Massen am CAD entsprochen. Abweichung war 1.2-1.5 mm pro Meter, also ein Fehler von ca. 1.3 Promille .. ohne Alkohol! Da die Abweichung sowohl in der Länge wie auch in der Breite "augenscheinlich" gleich war (ist mit normalem Lineal und ohne Adlerauge nicht zu messen), habe ich weitergemacht. Empfehle hier dringend eine Nachmessung. Nach Diskussion mit Pan Tau und Druckshop, es dürfte am Drucker/Programm liegen ... wenn die Abweichung in Länge und Breite ident ist, sollte es auch kein Problem darstellen ... der Kite wird halt etwas kleiner oder grösser ... um 1.2 Promille .. und daher hast du kürzere/längere Nähte/Schnitte ... im gleichen Ausmass ..
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Alt 27.03.2017, 23:20   #4
Don Maso
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Standard Standard Kite Design - Teil 3 - Umsetzung / Canopy Nähen

Da ich nicht laufend das gesamte Segel durch die Maschine quälen wollte, habe ich zuerst alle Teile zwischen den Tubes genäht und danach diese Teile zusammengenäht, die Patches aufgebracht und dann die fertigen Hälften des Segels zusammengenäht.

Vor dem Zusammennähen der Segelsegmente habe ich die BAPs am Tip vernäht. Da ich keine ZZZ Stiche machen kann, habe ich mit Dreifachtansport (Adler 167) gearbeitet und einen ZZ auf die BAPs gezeichnet und diese Linien mit 30er Faden (rot) nachgestochen. Geht ganz einfach. Nur immer schön den Fuss heben, wenn du das Material unter dem Dreifachtransport drehst ... im Zweifelsfall gibt das Material nach ...
Einfacher ZZ geht deshalb nicht, weil die BAPs ca. 15mm breit sind und, zumindest bei meinen North Schirmen, die BAPs mit doppeltem ZZZ Stich verarbeitet sind. Und wenn du doppelte ZZZ Stiche mit einem einfachen ZZ Stich "substituieren" musst, bist du bei mindestens 3 x ZZ Stich. Und das wird auf 15mm ENG! Daher, Dreifachtransport und 30er Garn! Mein ZZ ist ca. ein fünffach-ZZ Stich mit einer Breite von 12mm und einer Länge von 20 mm.

Beim Zusammennähen der Segelsegmente gabs natürlich auch ein paar uiiii-Effkete ... ganz ganz wichtig ist nämlich, dass du schon beim schneiden (geht noch) ABER insb. beim Markieren der Segmente ganz ausgeschlafen, voll konzentriert und nüchtern bist (Essen und Trinken solltest du schon ...).

Drei Teile waren nämlich "seitenverkehrt / mirror beschriftet", und das ist nicht gut ... die erste Naht gebt noch, aber bei der nächsten Naht stimmt garnix mehr ...

Achja, die Patches habe ich nicht ausgeschnitten sondern mit einem Lötkolben und einer Kartonschablone aus der Rolle Cordura/Polyester Ripstop gebrannt. Das geht schnell und du musst die Schnittkanten nicht mehr "verlöten".

Also, vor dem Kleben der Teile, UNBEDINGT nochmal alles auf den Plan legen und kontrollieren, sonst fängst du ziemlich früh an, mit dem Nahttrenner zu arbeiten und merkst dann, dass man Ripstop nach dem Verkleben besser runter schneidet als runter reißt .... du hast an diesen Stellen halt eine dreifache Überlappung/Nahtzugabe, was nur für die Geldbörse aber nicht für den Kite schädlich ist ....

Nach dem Verkleben gehts an das Nähen. ZZZ oder 2 x ZZ ... letzteres bedeutete doppelte Meter machen .. und immer schön parallel mit gleichem Transport (Vorschub) .. sonst siehst du bei Kontrastfarben "rot". Mein 80er Faden war (auch) rot .. das Canopy ist weiss ..

Gut, nachdem die Segmente (Hälften) zusammengenäht waren, habe ich exzessive meine Abrasion Patches angebracht. Problem dabei ist, dass du iim Bereich der LE 2D Patches auf ein 3D Canopy aufbringst. Geht schon, aber du musst eine Möglichkeit suchen, wie es am besten funktioniert. Ich hab mein Segel "übers Knie gelegt" und dann mit Spray (Klebstoff) gearbeitet ... war leichter zu verschieben /drapieren als mit dem doppelseitigen Klebeband, da hast du noch 20 Sekunden wo das geht .. mit allen vor und Nachteilen.

Die Form der Patches sind natuürlich deine Wahl. Zu empfehlen ist, dass du das Nähen der Patches übst. Meine Conclusio war, dass ich besser "ECKEN" nähen kann als runde Patches. Nadel bleibt iim Nähgut, drehen, Fuss runter, weiter gehts .. Wirf mal einen Blick auf deinen Kite, welche Form die Patches haben!

Dann gehts an die Naähmaschine und die Patches werden vernäht, 1 oder 2 x ZZ oder 1 x ZZZ mit einem 60er Faden (weiss in meinem Fall).

Segellattentaschen habe ich bei alten Schirmen nachmessen und zwischen den Tubes gesetzt (Ripstopbereich). Ging ganz einfach, ein wenig Schneiden, Falten, Messen und fertig ist das Ding. Einfach bei einem guten Schirm nachsehen, wo sie sind, welche Abmessungen sie haben und ein oder zwei Tests nähen, Segellatten rein und prüfen ob es funktioniert. Kein echter Aufwand!
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Alt 27.03.2017, 23:46   #5
Don Maso
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Standard Standard Kite Design - Teil 3 - Umsetzung / Struts Nähen

Nachdem das Segel fertig war, hab ich mich an die Struts gemacht. Mal alles am Tisch auflegen, hoffen dass die Beschriftung stimmt ... und dann doch nochnmal am Plan überprüft ... , Verstärkungen längs und quer aufgeklebt (abweichend zum Bauplan und auf Anweisung von Pan Tau aufgrund des Durchmessers) und die kleinen Verstärkungen (blau) rund ums Ventil aus dem Material gebrannt (Lötkolben). Bei den Ventilen sind so zumindest vier Lagen Material, im Mittelstrut sogar fünf.


Optisch funktioniert der Strutanschluss sicher noch besser, auch die Position der Gurtbänder an der Strut ist eine weitere Überlegung wert. Eine oben am Canopy, zwei unten in Richtung Schlussnaht wäre mE eine bessere Variante .... unter der Annahme, dass die Struts in Richtung Canopy gedrückt werden .. sollte man sich halt VORHER überlegen ...

Nähte auf Gurtbändern wieder mit Dreifachtransport und "aufgezeichnetem" Zickzack ... aus gleichem Grund wie bei den BAPs (siehe oben).

Die Struts sind einfach ... wobei ich sagen muss, dass alles mit meiner Adler 167 und Servomotor einfach zu machen ist ... die näht Stich für Stich .. and I like that!
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Alt 28.03.2017, 00:49   #6
Don Maso
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Standard Standard Kite Design - Teil 3 - Umsetzung / Tube Nähen

Ja, nachdem die Struts fertig und schön beschriftet waren, gings an die Tube. Segmente habe ich ja schon rausgeschnitten und die Schnittkanten "verlötet".

An alleroberster Stelle bei der Tube steht Genauigkeit (siehe Anleitiung von Pan Tau auf www.wingworks.de) mit einer Toleanz von 0.2 mm .....

Zu allererst waren die BAPs auf der Tube anzunähen, dann der Reissverschluss und die Verstärkungen für die Ventile bzw. die Lasche an den beiden Tips. Bei den Verstärkungen habe ich bei der Mittelstrut an meine North Kites gehalten (eingrosses Stück Verstärkung) und bei den Strutsanschlüssen habe innen noch eine Verstärkung eingenäht, der grosse Rest ist wie im Bauplan von Pan Tau. Bei den BAPs habe ich etwas stärkere bzw. dickere (Zugfestigkeit) gewählt. Folglich musste ich zwei oder drei Tests machen, wie die zu vernähen sind. Auch hier, bei jeder Abweichung vom Bauplan gibts "Brösel", i.e. du musst eine Lösung finden und kannst nicht davon ausgehen, dass du alles wie im Bauplan mit gleichen Massen umsetzen kannst! Ein- UND Auslassventil ist das Airport II von North .. bleibt jedem selbst überlassen, was er hier verwendet. Je grösser das Ventil, desto mehr Abstand zur Verschlussnaht, danke BONOBOREPAIR!

Bei meinem Teaser hatte ich leichte Probleme bei den Segmentnähten, wahrscheinlich auch deshalb, weil die Tube des Teasers dünner ist und der Radius / Wingspan viel kleiner ist, was zu grösseren Richtungsänderungen und Spannungen bei der Verklebung führt. Die Verklebungen mit dem doppelseitigem Klebeband (DSK) haben nicht sehr gut gehalten und ich hatte bei der Segmentnaht "uiiii-Effekte"!

Beim 11.6er war das weniger Problem, da die meisten Richtungsänderungen nicht so extrem sind (wingspan/Radius). Auch habe ich eine andere Marke an DSK verwendet.

Dennoch habe ich hier meine Methode leicht verändert, auch weil es beim 11.6er zusätzliche Verstärkungen gibt, die natürlich auf der Segmentnaht liegen:

Auf den Tubesegmenten gibt es ca. 4 Marker, an denen man die Verklebung für die Segmentnaht ausrichten kann. Ich habe bei allen Marker durch alle (bis zu drei und einmal vier Lagen) mit einem Nahttrenner ein ganz kleines Loch gebohrt / gestossen. Wenn man die Segmente dann auf einer Glasplatte mit Licht von unten verklebt, sagt dir "das Licht", wenn bzw. ob du genau positioniet hast > ob du Recht hast oder nicht, sagt dir gleich das Licht!

Wenn du ein zu grosses Loch durch das Dacron bohrst, ist das natürlich kontraproduktivst! Das Loch hat max 0.5mm Durchmesser und sitzt genau! Wenn es nicht genau sitzt, hast du ohnehin beim nächsten Marker PROBLEME, und das sollte dir zu denken geben. Wenn das Segment verklebt ist, kannst du nochmal überprüfen, ob du bei allen Markern das Licht siehst oder ob es eine Verschiebung gegeben hat. Die Methode funktioniert PERFEKT, Material wird auch nicht geschwächt, da die Fasern nur leicht verschoben werden.

Dabei fangst du in der Mitte der Segmente an und arbeitest dich an den Rand vor .. unabhängig wie genau du die Seiten geschnitten hast, das stimmt immer! Die Marker musst du halt richtig vom Plan übertragen. Und wenn der Tubedurchmesser und die Richtungsänderungen bei den Segmenten kritisch werden, einfach nach dem Verkleben mit DSK mit einer Klammermaschine zusammentackern .. vor dem Nähen! Nach dem Nähen sollte man die Klammern wieder rausnehmen ... ist besser für die Bladder und gegen Rostflecken .. Segment für Segment wird so gelocht, geklebt, ev. getackert und sofort genäht .. bis die Wurst fertig ist.

Ist eigentlich, ganz einfach ... wenn man man weiss wie .. da gibt es auch kein Verdrehen der Tube.

Die Frage ist natürlich wie genau deine Marker sitzen. Und das hängt davon ab, wie gut du das Dacron auf dem Plan legst, befestigst (soll nicht verrutschen), wie oft du mit den Fingern (oder was auch immer) über die Marker wischt UND welchen Stift du verwendest, um die Marker anzuzeichnen!

Ich habe Bleistifte (H und HB), Stabilo Folienstifte (permanent) und Pilot G-Tec C4 und Kugelschreiber ausprobiert. EINZIG die Pilot G-Tec C4 und der billigste gelbe BIC-Kuli hat exakte und PERMANENTE Marker auf dem Dacron hinterlassen. Beim schnöden billigen "BIC Kugelschreiber FINE" waren die Linien so dünn wie bei einem extrem spitzen Bleistift und man konnte sie auch nicht verwischen ... surprise!

Nachdem die Segmente Stück für Stück verklebt und vernähte sind, kommen wieder die Abrasion Patches / Scheuerschtuz auf das Material. Eigentlich unproblematisch, AUSSER dass du wieder 2 D Material auf einer 3D Struktur aufbringen musst. Ich habe natürlich an dem Segement mit der grössten Richtungsänderung angefangen (Tip) ... und nach dem Nähen nochmals aufgetrennt ... auch hier, am besten das Material "übers Knie legen" ... und mit Spray arbeiten ... und sofort vernähen ... damit es nach dem Verkleben nicht verrutscht ... diesmal nur einfach ZZ, nicht doppelt. damit im Zweifelsfall, wenn du zu eng appliziert hast, die Naht des Patches nachgibt .. Die Patches habe ich mit einem Metalllineal und einem Lötkolben aus dem Cordura/Polyester Ripstop herausgebrannt .. 4cm breit ... so dass meine Nähte bei den Verstärkungen abgedeckt werden. Die Schnitt- oder Brennkante ist ev. nicht immer ganz sauber, aber es spart Zeit. Wenn man eine ZZZ Naht nähen kann, sollte man die Verstärkungen etwas dünner machen, ist auch einfacher zu applizieren.

Ja, ein grosses Zimmer ist praktisch .. die Wurst wird lange ...
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Standard Standard Kite Design - Teil 3 - Umsetzung / Struts an Tube nähen

Und der nächste Schritt sind die Struts, die irgendwie an die Tube gnietet werden müssen ...

Wenn der Plan richtig auf die Tubesegmente übertragen wurden, gehts ganz einfach, das hat auch der Teaser schon ergeben. Bei mir war es leider so, dass ich nach der ersten Strut gemerkt habe, dass der Umfang der Strut sich nicht ganz mit den Markierungen auf der Tube gedeckt hat (warum weiss ich nicht, es könnte an bis zu 4 Lagen Dacron bei den Segmentnähten liegen - "Biegeverluste"). Erste Strut wieder runter .. alles auf den Plan legen, neu anzeichnen, es war wirklich ein Unterschied von ca. 1mm im Durchmesser zum Plan gegeben, und dann nochmal versuchen. Beim 2. Mal hat es geklappt ... Bei den restlichen vier Struts neu anzeichnen / Markierungen am Plan überprüfen und raufnieten ... Wichtig ist, dass die Markierungen (Richtung der Strut auf der Tube (2 Markierungen) und Durchmesser stimmen). Lt. Pan Tau muss oben und unten auf der Markierung liegen, seitlich kannst du ganz wenig "anpassen" bzw. ausweichen ... so war es dann auch!

Kommentar, ohne Dreifachtransport und dem passenden Nähfuss möchte ich das nicht machen wollen ...

Dann kannst du die Gurtbänder der Struts auf der Tube festnähen .... so dass sie nicht mit der Verschlussnaht oder Segelnaht in Konflikt kommen!
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Alt 28.03.2017, 01:18   #8
Don Maso
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Standard Standard Kite Design - Teil 3 - Umsetzung / Segel an Tube und Struts an Segel nähen

Eine reltativ leichte Übung, wenn deine Segelsegmente richtig geschnitten und vernäht wurden. Wenn es Abweichungen gibt, das Programm ist nicht schuld!

Da Segmentnaht und Segelnaht übereinstimmen müssen, habe ich auch diese "Marker" als Anhaltspunkt genommen. Bei letzten Segelsegment hatte ich ein leichtes Problem .. zu viel Material (am Segel) und daher zu wenig Tube. Das Problem lag daran, dass ich beim Verkleben zu sehr am Segel gezogen habe und die Tube nicht gut am Tisch gelegen ist. Das kannst du relativ leicht bereinigen, wenn du dich an die Nähte (Marker) hältst und das Material zwischen den Nähten aufbringst, dann merkst du auch, ob du das Segel zu sehr gedehnt hast. Wie gesagt, bis auf einen TEIL des letzten Segmentes, war das unproblematisch.

Wenn das Segel auf der Tube klebt, kommt das Nähen. Hier gabs wieder eine leichte Abweichung zum Bauplan. Bis auf das letzte Segment ist alles mit zwei einfachen ZZ-Nähten vernäht statt mit einem ZZZ-Stich. Das letzte Segment habe ich mit dem Dreifachtransport und 30er Faden genäht. Zwei ZZ-Nähte (Rauten) via ZZ-Länge und ZZ-Breite auf dem Bereich der Segelanschlussnaht mit Stift anzeichnen und alles mit Dreifachtransport nähen. Ist relativ einfach, ist auch nur 2x ein Meter Naht pro Tip und daher weniger Mehrarbeit. Auch wenn du über die BAPs nähst, der Dreifachtransport sorgt für guten Transport.

In der Tube gibt es eine (weisse) Verstärkung im Bereich der Naht, da das Material sonst gefühlsmässig sehr dünn ist. Der Tipbereich sollte halten mit dem 30er Faden ... und dieser Konstruktion, hoffe ich ...

Struts an Segel nähen war für mich mit der Bernina 217 nicht zu machen, habe ich schon beim Teaser gemerkt. Also wieder ZZ auf der Strut (Lasche) anzeichnen und mit Dreifachstransport auf dem Segel annähen .. auch das geht rel. einfach .. sind ja nur 5 Struts x ca. 2 Meter .. ! Mit einer Kartonschablone kann man das ZZ auch ganz einfach anzeichnen und dann mit Dreifachtransport und Geradstich nach Markierung nähen ...
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Alt 28.03.2017, 01:22   #9
Don Maso
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Standard Standard Kite Design - Teil 3 - Umsetzung / Verschlussnaht, Bladder einziehen und Drucktest

Die Verschlussnaht ist mit einer guten Dreifachtransportmaschine relativ unproblematisch.

Nachdem das Segel an der Tube war, habe ich die Vertärkungen für die Verschlussnaht aufgebracht und angenäht ... ich weiss nicht, ob das im Sinne des Erfinders war, ich denke, dass das vor den Segmentnähten gemacht gehört .. war nicht problematisch, aber es ist einfacher die Arbeit bei jedem Segment vor den Segmentnähten zu machen .....

Uiii-Effekt: Bei zwei Segmenten habe ich die Verstärkungen für die Verschlussnaht nicht angebracht .. und dennoch die ganze Länge mit ZZ bearbeitet ... 2 x ZZ in diesem Bereich auftrennen, Verstärkung tatsächlich aufbringen und "nochmals" wirklich annähen .. ist halt so, wenn man nicht konzentriert arbeitet, schwere Drogen konsumiert (z.B. Kaffee) oder abgelenkt wird, da macht man doppelte Meter ...

Beim Nähen der Verschlussnaht des Teasers ist mir aufgefallen, dass sich die Verschlussnaht im Bereich der Segmentnaht etwas verziehen kann (durch das Gewicht des Materials haltet das DSK nicht immer und durch den Nähfussdruck kann sich das Material auch verschieben). Deshalb habe ich beim Verkleben der Verschlussnaht im Bereich der Segmentnähte der Tube ZUSÄTZLICH unmittelbar nach dem Verkleben eine Klammer ins Material geschossen. Nach dem Verkleben und Klammern gings direkt in die schon eingestellte (Abstand zur Schnittkante) Maschine ... Die erste Verschlussnaht ist relativ unproblematisch, man muss nur sehen, dass beide Seiten der Tube (oben und unten) gut aufliegen und sich nicht verziehen. Auch die zweite Veschlussnaht ist nicht schwer .. 3mm Abstand IMMER genau einzuhalten ist ev. nicht möglich ... lt. Pan Tau sollten keine Sprünge drinnen sein, und so war es dann auch. Probleme gibt es v.a. bei den Segmentnähten .. hier wird es bei der 2. Verschlussnaht schön dick .. also langsam nähen ..
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Alt 28.03.2017, 01:49   #10
Don Maso
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Standard Standard Kite Design - Teil 3 - Umsetzung / Bladder in Struts, one-pump installieren und Drucktest

Tja, und dann hab ich mal die Struts mit der Bladder befüllt .. vor der Bladderoperation hab ich mir auf youtube natürlich ein paar Videos reingezogen, da ich das noch nie machen musste ...

... und anscheinend komplett falsch verstanden ... uiiii-Effekt ... eine Strut hat es gleich mal zerrissen .. .. ABER sonst, sieht er sehr gut aus, Tube scheint nicht verzogen zu sein, Segel sieht gut aus, auf den ersten Blick ...

Die gute Nachricht war, dass de restlichen vier Struts dicht waren, leider hat die Tube in der ersten Nacht Druck verloren .... in Youtube nach "Leckortung" gesucht und den Kite mit Spüli und Wasser abgesprüht .. Ventile waren dicht, aber im Bereich eines Tips gabs ein Mikroloch .. .. sofort an bonobo geschrieben und neue Strut und Flickmaterial bestellt und richtige Anweisung für Struts erhalten .... Loch repariert und alle Struts, also auch die vier anderen, neu eingezogen .. jetzt nach 12h noch immer kein Druckverlust .. puhhhh ...

Unter Tageslicht war dann auch zu sehen, dass beim Annähen einer Strut an das Segel ein Fehler passiert ist. Als mir WIEDER einmal der Faden ausgegangen ist (kommt öfter vor), habe ich eine Falte ins Segel genäht. Also, restliche Luft auslassen, Bladder der Strut nochjal raus, Naht auftrennen und nochmal annähen und Bladder nochmal rein .....

Der nächste Schritt war Waage knüpfen / spleissen. Mit Palsteks bin ich leider nicht weitergekommen, weil ich die Länge nach/mit dem Palstek nicht kontrollieren konnte, aber spleissen ist rel. einfach. Immer genügend Knoten in die Leine knüpfen, ein Ende spleissen und dann messen und zweites Ende spleissen, nachmessen und auf den Kite knüpfen.. Stimmt nach Plan, +/- 3-5mm lt. Plan kommt hin, der Rest wird am Strand eingestellt.

Ja, und nach dem Erstflug Mitte der Woche (sofern Wind und Helfer anwesend sind) gibts noch Feedback und Detailphotos von den Nähten, die nicht so gelungen sind ...

Jeddenfalls, für den ersten Kite gibt es wahrscheinlich eine einfachere Lösung als einen Kite mit 22 Segmenten mit einer einfachen ZZ Maschine zu machen ... aber welchen Wert hat das Wort "einfach" ....?!

JEDENFALLS, ein RIESEN DANKE für ZEIT UND NERVEN an Pan Tau, der Kite "Circus" oder "Mean Machine" hat mehr als einen Vater!
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Geändert von Don Maso (28.03.2017 um 11:33 Uhr).
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Alt 28.03.2017, 02:52   #11
kitesven
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ja, fett respekt für so eine arbeit. dabei ist es noch egal, wie er fliegt!
(aber musste es spiegelei farben sein?
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Alt 28.03.2017, 10:46   #12
Alfredo
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Daumen hoch

Dank Dir für den fetten Bericht sehr lesenswert
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Alt 28.03.2017, 11:27   #13
Don Maso
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Beiträge: 144
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Zitat:
Zitat von kitesven Beitrag anzeigen
ja, fett respekt für so eine arbeit. dabei ist es noch egal, wie er fliegt!
(aber musste es spiegelei farben sein?


danke!!

ja, weil ich keine dunklen Farben verwenden wollte. Das macht einen riesen Unterschied beim Anzeichnen mit Bleistift/Kugelschreiber, man sieht seine Marker/Schnittlinien viel leichter und vermeidet somit Fehler! Das ist mir schon beim Teaser namens Pizza (siehe Pix ganz oben) aufgefallen, die dunklen Farben waren sowohl beim Anzeichnen der Teile wie auch beim Vernähen eine Steigerungsstufe in der Komplexität.

Wie man mit einem schwarzen Dacron genau arbeitet (Struts/Tube), kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Ev. gibt es einen weissen Stift ... oder weisse Schneiderkreide... Ich habe einen "Druckbleistift" mit weisser Schneiderkreide, funktioniert aber nicht so gut wie mit Bleistift oder BIC auf hellem Dacron.

Geändert von Don Maso (28.03.2017 um 13:53 Uhr).
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Alt 28.03.2017, 11:28   #14
Don Maso
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Beiträge: 144
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Zitat:
Zitat von Alfredo Beitrag anzeigen
Dank Dir für den fetten Bericht sehr lesenswert
Con Gusto!

Wenn es Fragen gibt, einfach nachhaken!
Don Maso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2017, 23:41   #15
Deepy
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Guten Abend zusammen, insbesondere Don Maso,

ich habe vor ein paar Wochen meine ersten Kitesurfstunden absolviert und schnell stellte sich mir die Frage, wie es weiter gehen soll.
Da ich schon einige Drachen gebaut habe, kam mir die Idee auch einen tube kite selbst zu bauen.
Dieser Thread und einige ähnliche sowie die homepage wingworks.de von PanTau haben mir einen tolle Eindruck davon gegeben
a) was auf mich zukommen würde und
b) dass es prinzipiell machbar ist
Als absoluter Einsteiger habe ich mir nun den GO zum Nachbauen ausgeguckt.
Ich habe mir die DXF-Dateien angeschaut und erste Schnittmusterpläne gemacht um den (Material-) Aufwand und die einzelnen Schritte abschätzen zu können.
Dabei sind einige Fragen aufgetaucht, auch in Kombination mit der Baubeschreibung in diesem Thread und der Anleitung auf wingworks.de:

Bladder

Du schreibst, dass du die Bladder von bonoborepair erhalten hast. War das eine Maßanfertigung, die sie nach deinen Wünschen erstellt haben? Ich finde auf der Homepage zwar universal-struts ohne Ventile, aber keine LE (ohne Ventile).

Aufbau der Schleppkante/Achterliek


Wenn ich das richtig sehe hast du die Schleppkante mit Dacron(-Tape?) eingefasst bzw. verstärkt von einer Seite. In der Bauanleitung auf wingworks.de ist von einer Aufdopplung des Achterlieks und Einnähen einer Schnur die Rede. Gibt es Erfahrungen bzgl. Funktion und Haltbarkeit? Wie sieht es mit Segellatten aus?

Verstärkungen der Leading Edge

Bei den Struts hast du rotes Dacron-Tape zur Verstärkung benutzt. Bei der Leading Edge habe ich dieses rote Tape nicht entdecken können, nur schwarze Patches.
In den DXF-Dateien findet man zwischen den Segmenten der Struts jeweils einen Streifen (vermutlich die Verstärkung), bei der Leading Edge sind es jeweils zwei. Ist das als zwei Verstärkungen gemeint (innen und außen)?
Wie gesagt, der Einsatz von Verstärkungen innen und außen der LE ist mir noch nicht ganz klar.

Befestigung der Struts am Segel

Wie werden die Struts am Segel befestigt? Nach allem, was ich verstanden habe, werden die Struts wie die LE verschlossen und anschließend mit dem Segel vernäht. Nur wodurch näht man, wenn man eine Röhre an ein Segeltuch nähen muss? Nimmt man lediglich den Nahtüberstand von der Verschlussnaht?

Ich hab leider (noch) keinen Zugang zu einem Kite, sodass ich mal eben nachschauen könnte, wie es dort gelöst ist. Mir geht es auch in erster Linie um die Erfahrungen, die ihr bereits bei der Herstellung gemacht habt.
Deepy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.07.2017, 08:18   #16
PanTau
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Beiträge: 402
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Zitat:
Zitat von Deepy Beitrag anzeigen
Bladder
Du schreibst, dass du die Bladder von bonoborepair erhalten hast. War das eine Maßanfertigung, die sie nach deinen Wünschen erstellt haben? Ich finde auf der Homepage zwar universal-struts ohne Ventile, aber keine LE (ohne Ventile).
Das ist eine Maßanfertigung. Alle Abmessungen etc. sind in der DXF Datei vom GO enthalten. Du musst nur die Datei + Info zu deinem gewünschten Ventil zu bonoborepair schicken und bekommst die fertigen Bladder zurück.

Zitat:
Zitat von Deepy Beitrag anzeigen
Aufbau der Schleppkante/Achterliek
Wenn ich das richtig sehe hast du die Schleppkante mit Dacron(-Tape?) eingefasst bzw. verstärkt von einer Seite. In der Bauanleitung auf wingworks.de ist von einer Aufdopplung des Achterlieks und Einnähen einer Schnur die Rede. Gibt es Erfahrungen bzgl. Funktion und Haltbarkeit? Wie sieht es mit Segellatten aus?
Je nach Einsatzzweck und gewünschter Haltbarkeit etc. kannst du das Achterliek unterschiedlich aufbauen. Für den GO würde ich nur aufdoppeln und kein Dacron verwenden. Die Schnur erhöht die Festigkeit und gibt dem Achterliek eine bessere Form.
Segellatten brauchst du am GO nicht.

Zitat:
Zitat von Deepy Beitrag anzeigen
Verstärkungen der Leading Edge
Bei den Struts hast du rotes Dacron-Tape zur Verstärkung benutzt. Bei der Leading Edge habe ich dieses rote Tape nicht entdecken können, nur schwarze Patches.
In den DXF-Dateien findet man zwischen den Segmenten der Struts jeweils einen Streifen (vermutlich die Verstärkung), bei der Leading Edge sind es jeweils zwei. Ist das als zwei Verstärkungen gemeint (innen und außen)?
Wie gesagt, der Einsatz von Verstärkungen innen und außen der LE ist mir noch nicht ganz klar.
Das sind Verstärkungen für innen. Sie verhindern, dass die Segmentnähte ausreißen. Ist auch optional und hängt davon ab wie stabil du bauen willst. Ich verwende immer nur eine Lage.

Zitat:
Zitat von Deepy Beitrag anzeigen
Befestigung der Struts am Segel
Nimmt man lediglich den Nahtüberstand von der Verschlussnaht?
Ja genau
PanTau ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2018, 14:04   #17
Don Maso
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Servus Deepy,

sorry, erst jetzt gesehen, aber Pan Tau hat ohnehin alles beantwortet!

Ja, ich habe ein paar Sachen anders gemacht, weil sie mit meiner Maschine einfacher zu nähen waren oder weil ich sie mir bei einem anderen Kite (z.B. Vegas) so abgeguckt habe.

Nach einem halben Jahr am Wasser, es hat funktioniert, keine Probleme mit der Trailing Edge/TE. Welche Variante du nimmst, musst du entscheiden, einfach ein paar cm Tests nähen, dann weisst du, was du einfacher oder erfolgreicher nähen kannst! Nimm dir den Teaser von Pan Tau und näh ihn mit billigstem Ripstop und Dacron, dann siehst du die "Probleme" sofort.

Pan Taus Variante ist schneller zu realisieren, wenn du eine ZZZ Maschine hat!

Hatte für den ersten Kite keinen ZZZ Stich sondern nur einfachen ZZ Stich und musste dementsprechend nach Lösungen suchen - Schnur einnähen ist mit einfacher ZZ- Naht mE nicht möglich, weil du bei einem weiten ZZ Stich ein Kräuseln das Material erhältst, oder die Naht sehr wenig Fadenspannung hat.

Bladderschnitt auf dem dxf hat alle wichtigen "Dinger" drinnen. Du musst dir nur die richtigen Ventile aussuchen. Soweit ich weiss, hat Pan Tau Ventile von z.B. Best, ich habe North, bei mir war es damit schon sehr "eng" ... Mein Einlassventil musste ich veschieben, weil die Platte vom Einlassventil von North ca. 75mm Durchmesser hat. Dementsprechend musst du die Ventile / Firma klären, bevor du anfängst zu naähen/schneiden!

Zusammenfassend kann man sagen, was Pan Tau / wingworks hier anbietet ist DER HAMMER, es funktioniert grossartig!

Zur Anschlussnaht der Struts am Segel, du brauchst auch hier eine ZZZ Maschine, mit ZZ geht es mE nicht (zu eng). Aber, als Abhilfe kannst du mit einer Dreifachtransport einen ZZZ Stich oder einen ZZZZ / ZZZZZ Stich machen, das habe ich gemacht, der ist dann natürlich länger ..


An der Sgelanschlussnaht am Tip habe ich auch nicht doppelt gestochen sondern einen 40er faden und die Dreifachtransport genommen, nach 4/5 Stichen wird eben mal kurz gedreht und schon hast du eine gute ZZ Naht.

Es empfiehlt sich sehr, dass du zumindest zu einem halben zerfetzten Kite einer renommierten Marke mit Qualitätsmerkmalen in der Verarbeitung hast, damit du immer wieder draufgucken kannst. Manche Sachen sind sonst nur schwer vorstellbar. Aber, nochmals, wie geschrieben, was Pan Tau hier auf seiner Seite hat, funktioniert 1A!
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