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Alt 02.04.2007, 11:55   #1
Hinkebein
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Dabei seit: 03/2003
Beiträge: 337
Standard Test Waroo 2007 und Waroo Pro 2007

Hallo zusammen,

ich hatte das Vergnügen vom 12. bis 26.03. in Wadi Lahami (Ägypten) 3 Waroo Pro’s und einen „normalen“ Waroo aus 2007 zu testen (jeden Tag Wind außer 1x). Leider hatte ich 4 unterschiedliche Größen. Ein direkter Vergleich ist also nicht möglich.

Testkites:

9er Waroo Pro
11er Waroo Pro
15er Waroo Pro

13er Waroo (ohne Pro)

Bars:

Für die 3 Pro-Modelle hatten wir eine North 5th Element Bar aus 2007. Die Schirme wurden mit inaktiver 5ter Leine ausgestattet.
Für den normalen Waroo haben wir die Originalbar von 2007 verwendet.

1. Eindruck:

Alle vier Schirme sind sehr gut verarbeitet. Die Rückschlagkugeln funktionieren viel besser als die 2006er.
Verstärkungen an allen belasteten Stellen sind vorhanden.
Die Farbgebung bei den Pro’s ist gut, die für normale Waroos eher daneben (Orange/Pink um nur ein Beispiel zu nennen) (keine Ahnung in was für Farben es die Schirme sonst noch gibt, ist aber auch ziemlich unerheblich, weil Hauptsache sie machen Spaß).

2. Die Bars:

Die North-Bar ist gewohnt gut verarbeitet und eigentlich haben wir uns für diese Bar entschieden weil ich dadurch nur 1 Bar für alle Schirme benötige und die Safety über 5te Leine derzeit noch die Beste ist.
Die Bar besitzt einen verschiebbaren Stopper, der aber auch durch Druck auf die Bar verschoben werden kann.
Eine super Sache für Leute mit kleinen Armen ist der verstellbare Depowerweg, auch wenn das mit dem Verschieben der Cleat ein ziemliches gefummel ist. Der Adjuster funktioniert gut, auch wenn mir ein Pull/Pull-System lieber wäre.
Das Iron-Hard als Safetysystem ist sehr gut und lässt sich auch im Wasser problemlos zusammenbauen.

Die Best-Bar ist gut verarbeitet. Der vorhandene Stopper funktioniert gut, besser sogar als der von North, dafür lässt er sich aber nicht durch Druck auf die Bar verschieben.
Es handelt sich um einen 4-Leiner Bar, die Safety läuft sozusagen in den Depowertampen und der Kite soll dann (soweit zumindest die Theorie), kraftlos im Zenit hängen bleiben oder langsam ins Wasser fallen (ich hab bei einem 7er gesehen, das dieser oben geblieben ist, selber getestet habe ich’s nicht).
Problem: Es ist möglich, wenn man nicht richtig aufpasst (wirklich nicht richtig oder gar nicht, normalerweise passiert so was nicht) die Safetyleash in den oberen Bereich des Chickenloops zu hängen, womit die Safety nicht mehr gewährleistet ist (Selbsmörderleash).

3. Zu den Waroo Pro’s:

Alle drei Größen sind extrem drehfreudig, für einen Waroo sehr direkt und die Lenk- und Haltekräfte so gut wie nicht vorhanden. Die Fronttubes, auch beim 15er, sind ultradünn. Der 9er ist nicht dicker als mein Oberarm und der ist dünn.
Der Relaunch mit/ohne 5ter Leine geht bei allen drei Größen sehr leicht (ohne 5te halt mit Einlenken, ansonsten mit 5ter der ganz normale 5-Leiner Start).
Der Druckpunkt ist bei den Pro’s besser zu finden als beim normalen Waroo, aber immer noch etwas undefiniert.
Der Lift bei allen drei Größen ist echt heftig, auch deshalb, weil der Absprung so gut zu finden ist. Die Hängtime ist enorm. Da machen Big-Airs wieder richtig Spaß.
Die Größen 9 und 11 haben noch eine zusätzliche Umlenkung an der Backline-Waage. Soll die Schirme etwas langsamer machen, der 15er hat diese Umlenkung nicht.
Die Montage der 5ten Leine erfolgt völlig problemlos über dem Punkt, an dem in der Mitte der Frontloop die Waageleinen zusammenlaufen.
Die Kites stehen sehr stabil am Himmel und haben keinerlei Neigung zum Front- oder Backstall. Die Cambattons versteifen das Profil sehr gut. Im Vergleich zum normalen 06er Waroo pumpt der Kite kaum, im Vergleich zum R7 nur sehr wenig.
Alle drei Kites haben zahlreiche Knoten an der Backline, so dass der Trimm und der Windbereich sehr groß sind. Ich bin z.B. einen 11er in Kombination mit einem 115er Board gefahren, als mein Freund mit einem 15er und einem Nobile EXT unterwegs war (ich 55 – 60 kg, er so um 80kg). Den 9er konnte ich bei 30 Knoten Wind ganz leicht noch halten, da hätte es auch stärker Blasen können.
Querkräfte sind nicht vorhanden, die Kites fliegen extrem schnell an den Windfensterrand. Höhe ziehen wird zum Kinderspiel. Da kann’s einem schon mal passieren, das man etwas zu hoch am Wellenspot rauskommt und von Luv beobachten kann, wie das beste Wellenset des Tages ohne Dich auf dem Riff bricht.
Wir habe die 3 Pro-Kites gleich behalten. Mit dem 5-Leiner Setup lassen sie keine Wünsche über. Thomas hat auch den 14er R7 mit dem 15er Waroo Pro verglichen und fand die etwas geringeren Haltekräfte beim Waroo Pro angenehmer.
R7 und Waroo Pro sind absolut gleichwertig (kosten aber leider auch annähernd das Gleiche).

4. Zum Waroo 2007 in 13m²:

Der 13er hat ebenfalls kaum vorhandene Lenk- und Haltekräfte. Der Relaunch geht manchmal etwas schwerer und man muss ggf. etwas nach schwimmen.
Die Fronttube ist deutlich Dicker als beim 15er Waroo Pro. Der Druckpunkt ist etwas schwerer zu finden als bei den Pro’s. Der Windbereich ist sehr groß, aber kommt nicht an den der drei oben beschriebenen Kites ran.
Durch die dickere Fronttube zieht der Kite etwas mehr quer. Der Waroo ist im Vergleich nicht ganz so schnell und zugstark, aber immer noch ein super Kite, wenn man nicht gleich horrende Summen für einen Kite ausgeben will.
Für Einsteiger und Aufsteiger ist der normale Waroo besser geeignet, da die Pro’s doch sehr aggressiv sind und einen schon mal in andere Höhen reißen.

5. Fazit:

Die Kites sind deutlich besser als die der 06er Generation. Die Stabilität am Himmel ist beeindruckend, egal ob Pro oder normal. Die Farbgebung ist teilweise (vor allem beim normalen Waroo) echt daneben.
Ich würde empfehlen, die Waroos auf 5-Leinen umzurüsten und an einer entsprechenden Bar zu fliegen. Das erspart einem ggf. einige Meter Schwimmen.
Wer einen schnellen Kite mit riesigem Lift und großer Hangtime will sollte zu den Pro’s greifen, der ottonormal Kiter kommt auch mit dem normalen Waroo voll auf seine Kosten ohne ein Vermögen auszugeben.
Die dünnen Fronttubes der Pro-Kites lassen sich schneller aufpumpen als die dicken Tubes der normalen Waroos, aber damit kann man leben.
Gute Kites für alle Tage und jeden Wind, ob Pro oder nicht ist Geschmackssache.

Gruß,

Hinkebein
(Der Name ist Programm)
Hinkebein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2007, 18:56   #2
cuxman
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Da keiner antwortet wollte ich wenigtens sagen, dass das ein schöner Bericht war.
Gruß
cuxman
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Alt 03.04.2007, 19:54   #3
MST
was weis ich...
 
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Dank für den ausfürlichen Test.

MST
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Alt 13.04.2007, 08:37   #4
He-Man
6MillionenDollarBein
 
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Guter Test!Danke!Vor allem das mit der North Bar ist interessant.Hab auch noch überlegt mir nen Waroo zuzulegen,weil ich im Sep. nach El Goune fliege(wenn mein Bein bis dahin heile ist).Überleg noch welche Größe(7er oder 9er)?Hab jetzt nen Tribal 2 in 11.Such noch was für stärkeren Wind.Ich bin 1,65m und wiege 60 kg.
Grüße He-Man
He-Man ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.04.2007, 21:30   #5
PeerAir
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Beiträge: 128
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Zitat:
Zitat von He-Man Beitrag anzeigen
Guter Test!Danke!Vor allem das mit der North Bar ist interessant.Hab auch noch überlegt mir nen Waroo zuzulegen,weil ich im Sep. nach El Goune fliege(wenn mein Bein bis dahin heile ist).Überleg noch welche Größe(7er oder 9er)?Hab jetzt nen Tribal 2 in 11.Such noch was für stärkeren Wind.Ich bin 1,65m und wiege 60 kg.
Grüße He-Man
Nimm den 7er.
Ich wiege 65 kg und habe als nächstgrößeren Kite nen 12er.
Der 7er geht früh los und ist super schnell.
Beim 9er ist die Überschneidung wahrscheinlich zu groß.
Der 7er ist einfach als Starkwindkite kompromißlos, d.h. wenn der nicht mehr geht, will ich auch nicht mehr kiten
Hoffe ich konnte Dir helfen.

Grüße
Peer
PeerAir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2007, 10:54   #6
He-Man
6MillionenDollarBein
 
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Beiträge: 193
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Zitat:
Nimm den 7er.
Ich wiege 65 kg und habe als nächstgrößeren Kite nen 12er.
Der 7er geht früh los und ist super schnell.
Beim 9er ist die Überschneidung wahrscheinlich zu groß.
Der 7er ist einfach als Starkwindkite kompromißlos, d.h. wenn der nicht mehr geht, will ich auch nicht mehr kiten
Hoffe ich konnte Dir helfen.

Grüße
Peer
Danke,hast mir sehr geholfen. Nach den Angaben auf der Besthomepage hätte ich auch auf den 7er gesetzt,aber eine persönliche Einschätzung finde ich noch am besten.
Grüße He-Man
He-Man ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.04.2007, 21:29   #7
kiterboy83
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Beiträge: 15
Standard 13er waroo (ohne pro)

Hi Ich habe 93 kg und denke darüber nach eine 1 kite 2 brett lösung zu probieren... ich dachte dabei an den 13er waroo. Ich würde ihne in Binnenseen einsetzen und vielleicht auch mal ans meer mitnehmen.

was meinst du dazu?

lg stefan
kiterboy83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2007, 10:26   #8
Hinkebein
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Beiträge: 337
Standard Binnenseekiter

Zitat:
Zitat von kiterboy83 Beitrag anzeigen
Hi Ich habe 93 kg und denke darüber nach eine 1 kite 2 brett lösung zu probieren... ich dachte dabei an den 13er waroo. Ich würde ihne in Binnenseen einsetzen und vielleicht auch mal ans meer mitnehmen.

was meinst du dazu?

lg stefan
Hallo Stefan,

der 13er geht relativ frueh los und es haengt davon ab, welche Boards Du fahren willst. Ich habe ein 115er Nobile 555 aus 2005 und ein Nobile 666 EXT. Damit kann ich mit dem 13er (bei 55 - 60kg Lebendgewicht) von ca. 12 bis etwa 20 Knoten fahren. Wenn Du als "kleines" Board ein 130er oder so hast, solltest Du auch schon recht frueh ins Rutschen kommen.

Gruss,

Hinkebein
(Der Name ist Programm)
Hinkebein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2007, 12:04   #9
kite-olli
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Dabei seit: 11/2007
Beiträge: 48
Standard test warroo 07er 5m2

habe70kg,136 mal48er board 7cm finnen 5meter waroo-baujahr07
fahre von unteren 6- bis 8 bfd. windstärken bevorzugt in der welle
hatte bei 9er böen propleme mit der fronttupe,knickt ein invertieirt springt in der powerzone wieder auf , solange bis der wind nachlässt oder du über 5te auslösst, sofern du eine hast.
tja wenn wir grad dabei sind:
mit den ventilen naja ,mit nem bischen oder a weng tape rum kan man getrost gut druck machen.
ansonsten .
-flugverhalten sehr schnell extremste leistungsspitzen aber auch tiefen.
-gute verarbeitung(überstand absturz in dornenhecke, stachel steckte in der tupe,sowas
macht spass .das teil im grenzbereich.hossa kite-olli@gmx.de
http://service.gmx.net/de/cgi/derefe...3Fcat%3DKAT450
kite-olli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2007, 07:06   #10
Hinkebein
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Dabei seit: 03/2003
Beiträge: 337
Standard Das machen glaube ich alle

Hi,

das mit dem Einknicken in einer 9er Böe haben glaube ich mehr Kites. Ich bin bei so extremen Bedingungen lange Zeit mit einem 05er Toro in 6m² gefahren und der hat sich auch ziemlich verbogen und zwar in beide Richtungen. Thomas ist ein 8er Vegas mal invertiert und so aufgestiegen. Aber der Kite hat's ausgehalten. Muss aber ein ziemlich heftiges Gefühl sein. 1 Seemeine weit draußen, 8Bft, riesige Wellen und außer Dir nur noch ein einziger weiterer Kiter auf dem Wasser. Wenn's den Schirm zerreißt, hilft auch kein Rettungsboot, weil man den Schwimmer nicht findet.
Bei solch harten Bedingungen hilft auch aller Druck in der Fronttube nichts. Irgendwie nimmt der Waroo durch's Verformen Energie auf. Ist kein schönes Gefühl aber wenigstens reißt es einen nicht so übel weg. Ich glaube, wenn man etwas unruhig an der Bar ist beim depowern wird der Effekt verstärkt und ich bin mir sicher, das Du bei 6 bis 8Bft Wind ganz schön an der Bar arbeitest, also die Arme ganz schnell lang machst, wenn eine 9er Böe reinfliegt.

Gruß,

Hinkebein
(Der Name ist Programm)
Hinkebein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2007, 16:49   #11
Uwe C.
trägt Billichbong
 
Dabei seit: 04/2006
Beiträge: 162
Standard

hatte bei 9er böen propleme mit der fronttupe,knickt ein invertieirt springt in der powerzone wieder auf , solange bis der wind nachlässt oder du über 5te auslösst, sofern du eine hast.





Hallo Olli

das mit dem Einknicken kenn ich auch. Du darfst die kleinen nicht so stark depowern. Der Depowerweg an der Bar ist für die kleinen Grössen zu lang. Immer etwas Zug auf den Backlines und das passiert nicht mehr. Habe mir eine Norh Bar umgebaut, mit kurzem Depowertampen lassen sich jetzt 3er und 5er gut fliegen.

Uwe
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