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Alt 05.03.2017, 15:06   #2
ripper tom
Salzburg
 
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Teil 2

Leinenlängen / Windbereich:

Die Tabelle im Bild unterhalb (für einen 80kg Kiter) ist eigentlich für die "Katz". Ein 80kg Kiter braucht für 8Kn & 14qm ein sehr großes LW Board.
Andererseits lässt sich ein 7qm deutlich über 33kn fliegen ohne dabei Probleme zu bekommen.

Die Barbreite wird in Zoll angegeben > die 23 Zoll Bar hat 27m Leinen, die 20 Zoll Bar hat 23mLeinen (Serie 20m+3m EXTENSIONS) und die 17 Zoll Bar hat 20m Leinenlänge.
Wobei der 9,10,11,12 qm auch mit der 20m ODER 23m Bar geflogen werden kann.
Kurze Leinen: Besser unhooked, radikalere Loops, weniger Lowend, mehr Highend, direkter, besser für Wave.
Längere Leinen: Mehr Lowend, mehr Lift , indirekter, schlechter unhooked…

Die Leinenlängen sind detailiert im Barbeitrag beschrieben. Eine Reservebar für den Urlaub braucht man sowieso, somit stellt sich die Frage einer Barbreitenverstellung nicht. Noch dazu fliegt sich ein Kite (Bar innen angeknüpft) nicht so geil wie mit einer „echten“ kurzen Bar. Das System Barbreite/Leinenlänge passend zur Kitegröße damit der Winkel zum Kite immer perfekt passt verwendet Slingy schon lange.
Eine „echte“ Barbreitenverstellung hat nur Airrush alles andere bringt nichts…

Optimale Leinenlänge:
# Der 14qm:
Um das Lowend des 14er`s abzugreifen muss er mit der 27m Bar geflogen werden!
Die Universelle 23m Bar, mit der alle Größen geflogen werden können geht natürlich auch aber mit ganz schön an Lowendabstrichen.
Dafür mit einem Zugewinn an Direktheit, Andrehgeschwindigkeit, bessere Höhelaufeigenschaft u. vor allem Zugabbau.

# Der 12/11/10qm:
Die 27m Bar ist zu lang (fliegt kacke), mit 20m wenig Lowend, wenig Lift dafür unhooked top > die 23m passen perfekt für den "Normalokiter"

# Für 9qm und kleiner:
23m und 20m BEIDES funktioniert, die Loops verändern sich stark je nach Leinenlänge.
23m Leinen: Mehr Lift, mehr Lowend, für schwere Kiter
20m Leinen: Mehr Highend, weniger Lowend, direkter, nochmals mehr Zugabbau u. besser für Wave.

Loops mit 23m Leinen:
Für schwerere Fahrer > 80 kg, ohne Kickerwelle, wenig oder löchrigen Wind, damit fällt es leichter mit der 23m Bar die erforderliche Höhe zu bekommen damit der Kite auch wieder den Fahrer auffängt. Der Lift wird deutlich besser aber mit dem Nachteil, dass der Kite im oberen Drittel loopt > für Loop Einsteiger perfekt um sich nicht zu verletzten.

Loops mit 20m Leinen:
Geht natürlich auch für Kiter mit über 80kg aber dann sollte der Wind konstant ballern oder wenigstens eine Kickerwelle zur Verfügung stehen damit auch schwerere Kiter die erforderlich Höhe erreichen. Mit Kickerwelle und gutem Wind sind auch mit 20m leinen 10m u. mehr an Höhe möglich. Nur mit der 20m Bar bekommt man die Leinen im Loop waagrecht.

Loops im Wakemodus?
Etwas mehr hardcore, mehr Querversatz, Richtung Fuel, vor allem mit weniger Depower bei Hackwind, Italy Teamrider wählen gerne dieses Setting.
Ich bleibe für Loops lieber im Freeridemodus (mehr Depower, mehr Kontrolle) und hänge die Backpigtails an die äüßerste schwarze Schlaufe
für "schnelles drehen". In diesem Setting gehe ich aber dann gerne für Loops "sehr angebraten" raus und wähle im Zweifel ob der Hackwind
stark genug ist den 9qm statt 7qm.

Der perfekte Loop:
https://www.facebook.com/SlingshotSp...8045005244475/

Wasserstart > Details und Anleitung siehe Barbeitrag!
Sobald er mit dem RPM im untersten windbereich ins fahren kommt lässt sich der kite auch als 4 Leiner starten, auch rückwärts (ideal zum Snowkiten)

Safety:
https://vimeo.com/93010169
Die "single frontline safety" wird schneller drucklos als ein 5 Leiner u. bringt zusätzliche Sicherheit für Kiter die weit draussen sind.
Es kann mit überkreuzten Leinen zurück gekitet werden, auch ein einwickeln des Kites (wie mit der 5.Leine) ist mit den extrem kurzen/ extrem seitlichen Bridles ohne Pulleys fast unmöglich. Slingshot seit 2009 konsequent auf SFS.

Welle:
9qm und darunter eignen sich auch für die Welle, speziell der geniale 7qm wird bei uns von vielen auch als Wavekite missbraucht.
Da speziell der neue 2017er 9qm an Drehgeschwindigkeit u. Direktheit zugelgt hat eigenet sich auch dieses Jahr der 9qm mit 20m Leinen
für die Welle.

Die besten Größen?
Ich nehme immer 7,9,12,14. Der 14qm hat eine Sonderstellung im Lowend u. auch im Flugverhalten siehe Beschreibeung oben.
Der 7er und der 9er sind die besten Größen. Besonders der 7qm ist eine Wucht mit unglaublichen Einsatzbereich sowohl im Lowend als auch im Highend.

Der 8,10,11,12 sind wirklich nicht schlecht nur stechen die oben besagten Größen heraus.
8,10,11 sind auch nicht so gängige (marktübergreifende) Größen wie 7,9,12, deshalb sind 7,9,12 auch später wieder besser zu verkaufen.
Dies sollte beim Neukauf auch beachtet werden.
Der 9er eignet sich zum Loopen auch deutlich besser als der 10er. Der 10er ist ganz anders und geht schon wieder Richtung Lowend-Wakestylekite gleich wie auch 11er und 12er aber auch zum Freeriden, hohe fette Kiteloops fangen erst mit 9qm und darunter an spass zu machen.
Der 7,8,9er fliegt sich ähnlich ebenso der 10,11,12er fliegt sich ähnlich.

6qm und kleiner haben für mich als schwerer Kiter mit 84kg zu wenig Hangtime, er lässt mich einfach viel zu schnell wieder fallen.
Für leichte Fahrer gehen aber die kleinen Größen ok. Schwere Fahrer sind da mit einem kleinen Turbine, Wave SST oder Rally besser bedient.
Der größere Deltashape bringt mehr Einsatzbereich, mehr Hangtime und bei 8-10bft hakt sich auch fast niemand mehr aus.

Wichtig dabei ist es richtig anzuknüpfen, siehe "Trimm" oben und die persönliche Vorliebe für Freeride oder Wakestyle oder für Loops einzustellen.

Freeride oder Wakestyleanknüpfung?

4 schwarze Schlaufen für die Backpigtails: schnelles, langsames drehen. Niedrige/höhere Barkräfte?


Die verschiedenen Testmedien (Gleiten TV, Kitemagazine, Onlinemagazine etc.) machen sich leider nicht die Mühe die Frontbridles im Wakestylemodus
versus Freeridemodus zu testen, dass ist wirklich sehr schade, den dabei kommt ein komplett anderer Kite heraus!
Auch werden die alten Modelle nicht mit den neuen Modellen "quer-geflogen“, nicht einmal ein Teamrider kann die geringen Unterschiede der jeweiligen
Größen zum Vorgänger benennen wenn er die Teile nicht direkt quer-fliegt. Sie sind sie alle auf Aussagen des Herstellers angewiesen.

# Freeridemodus:
Erzeugt leichte bis mittlere Barkräfte (ausgen. der 14er, mittlere Barkräfte)
Erzeugt schnelles Drehen, direktes Andrehen u. engeres Drehen für >> Wave, Kiteloops, Freeride, Big Air, mehr Depower bei Hackwind.

Für schnelles Drehen und geringe Barkräfte Backpigtails auf die letzte (4.) oder vorletzte(3.) schwarze Schlaufe hängen (mit "letzte Schlaufe" meine ich Tubeende).
Das Ganze garniert mit direktem knackigen Lenkverhalten. Gute Höhelaufeigenschaften (ausgenommen der 14er der steht weiter im Windfenster)

# Wakestylemodus:
Erzeugt leichte Barkräfte, etwas mehr Lowend (Kite steht weiter im Windfenster, auch mehr Popp), weniger Depower. Aber 12qm und abwärts haben komplett ausreichende Höhelaufeigenschaften, größere Radien im Loop. Das Andrehverhalten ist verzögert also der Kite reagiert verzögert auf Lenkbefehle damit der Kite
z.B. bei einem Handlepass nicht gleich hinter dem Rücken 1x durchloopt.

Stellt man zusätzlich die Backpigtails an den 4 schwarzen Schlaufen weiter in die Mitte oder gar auf die 1.oder 2. schwarze Schlaufe,
hat man einen Kite der einem echten C-Kite sehr nahe kommt.
Der Popp und Zugabbau im Wakemodus verbessern sich spürbar. Die kleinen Größen kann man so verzögert und langsam einstellen damit auch noch
mit 7qm Wakestyle möglich ist.

# Meine Einstellungen an meinen RPM´s: (Andere haben vl. andere Einstellungen u. soll nicht heißen, dass die Anderen schlecht sind)

14qm > Frontbridles belasse ich immer Freeridemodus, Backpigtails auf die 3. oder 4. schwarze Schlaufe (Tubeende), Fronlines auf den längsten/letzten Knoten, Backlines auf den mittleren Knoten hängen. Der Kite ist groß, die 27m Leinen lang, steht auch weiter im Windfenster. In diesem Setting dreht er am schnellsten und läuft am besten Höhe. Für Wakestyle ist er auch langsam genug und steht auch ausreichend tief im Windfenster, da braucht man auch nicht noch mehr nachhelfen.

7/9/12qm für Kiteloops, Wave, Freeride, Bigair u. nur ein bischen unhooked so nebenbei:
Frontbridles stelle ich auf "Freeride", Backpigtails hänge ich auf die 3. oder 4. schwarze Schlaufe (wenig Barkräfte,schnelles Drehen), Frontleinen auf den
letzten/längsten Knoten, Backlines auf den kürzesten Knoten = Maximales: Lowend, Direktheit, Schnelligkeit, Depower, bestes Höhelaufen, bester Lift, Drehen.
Für Unhooked muss man in diesen Setting bischen schneller als sonst in die Tricks reinfahren um den maximalen Popp und Zugabbau zu erreichen.

7/9qm für Unhooked:
Frontbridles stelle ich auf "Wakestyle", Backpigtails hänge ich auf die 1. oder 2.Schlaufe (Richtung Tubemitte).
Frontleinen auf den letzten/längsten Knoten, Backlines auf den kürzesten Knoten. Das ergibt maximalen Popp und Zugabbau.
Der Kite reagiert verzögert auf Lenkbefehle und bekommt ein langsameres Drehen. In diesem Setting kommt er einen echten
C-Kite sehr nahe und der Kite ist auch bei viele Wind noch langsam genug um sich nicht fürchten zu müssen.

12qm für Unhooked:
Gleich wie bei "7/9qm Unhooked", mit dem Unterschied das ich die Backpigtails auf die 3. oder 4. Schlaufe hänge.
> Ein 12er darf schneller drehen bzw dreht er nicht sooo schnell das man ihn noch zusätzlich langsamer machen müsste.
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